Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Flüchtlinge in Leipzig-Schönefeld angekommen - Bürgerverein richtet Infotelefon ein
Leipzig Lokales Flüchtlinge in Leipzig-Schönefeld angekommen - Bürgerverein richtet Infotelefon ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:55 04.12.2013
Die ersten Flüchtlinge haben am Mittwoch ihre Notunterkunft im ehemaligen Fechner-Gymnasium bezogen. Sie sind mit einer Mahnwache der Gruppe "Refugees Welcome" empfangen worden. Quelle: Wolfgang Zeyen
Anzeige
Leipzig

Insgesamt sollen in dem Gebäude im Stadtteil Schönefeld 120 Menschen untergebracht werden und bis zum Frühjahr 2014 bleiben.

Am Mittwoch gab es eine Mahnwache der Gruppe „Refugees Welcome“ und ihrer Mitstreiter, um die Asylsuchenden willkommen zu heißen. Bis zum Nachmittag versammelten sich dort laut Polizei rund 20 Teilnehmer. Alles sei friedlich geblieben.

Dabei setzte die Willkommensinitiative Schönefeld ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. „Wir beteiligen uns heute an der Mahnwache“, hatte Mitunterzeichner Karsten Tran am Mittwoch angekündigt. In einer öffentlichen Erklärung distanzieren sich Bürgerverein, Kirchgemeinden und weitere Gruppen außerdem von extremen Kräften.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_28976]Von 12 bis 22 Uhr wollten die Leipziger zum stillen Willkommensgruß vor dem Gebäude an der Löbauer Straße ausharren. Mehr sollte am Mittwoch noch nicht passieren. „Die Leute müssen erstmal ankommen“, sagte Tran. Parallel laufe aber auch schon eine Kleidersammlung für die Familien und Alleinstehenden aus Mazedonien, Georgien, Syrien, Palästina und Afghanistan.

„Wir bekennen uns zu unserer Verantwortung, Heimat und Zuflucht für hilfesuchende Menschen zu bieten“, heißt es in der Erklärung der Willkommensinitiative. Leipzig verstehe sich aus seiner Geschichte heraus als weltoffene und tolerante Stadt. „Dies gilt auch für unseren Stadtteil“, so die Unterzeichner des Briefs, zu denen auch das Bündnis „Leipzig hilft Flüchtlingen“ und die AG Migration gehören.

Seitdem bekannt wurde, dass die alte Schule kurzfristig zu einer Flüchtlingsunterkunft werden soll, hatte es Anwohnerproteste gegeben, angestachelt auch von der rechtsextremen NPD, die für Samstag erneut eine Demonstration angemeldet hat. Kritik gab es auch an der Informationspolitik der Stadt Leipzig. Die Anwohner fühlten sich überrumpelt. Der Bürgerverein bietet deshalb zunächst bis Freitag unter der Telefonnummer (0341) 9273 544 ein Infotelefon an. Jeweils von 9 bis 12 und 16 bis 18 Uhr sollen Fragen beantwortet und Bedenken ausgeräumt werden.

Die Kommentar-Funktion steht bis auf Weiteres nicht zur Verfügung.

Evelyn ter Vehn / dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Fassade des ehemaligen Bowlingtreffs am Wilhelm-Leuschner-Platz könnte bald hinter bunten Werbeplakaten verschwinden. Zwar ist der markante Bau als künftiger Standort für das Naturkundemuseum im Gespräch, derzeit aber völlig verwaist.

17.01.2017

Mehrere hundert Mitarbeiter des Klinikums St. Georg nahmen gestern an einer Betriebsversammlung zur Zukunft des Krankenhauses teil. Die Cafeteria war bis auf den letzten Stehplatz gefüllt.

04.12.2013

Nach mehr als 50 Verhandlungstagen konnte die Staatsanwaltschaft gestern ihr Plädoyer im Strafprozess um die Millionenzockereien bei den Kommunalen Wasserwerken Leipzig (KWL) halten.

04.12.2013
Anzeige