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Flüchtlingsumsiedlung in Leipzig: Erste Häuser sollen bereits im November bezogen werden

Flüchtlingsumsiedlung in Leipzig: Erste Häuser sollen bereits im November bezogen werden

Nach dem positiven Votum der Leipziger Ratsversammlung im Juli sollen bereits im kommenden Monat erste Flüchtlinge in die neuen dezentralen Unterkünfte einziehen können.

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Dieses Haus in der Eythstraße soll künftig Asylbewerber aufnehmen.

Quelle: Jakob Richter

Leipzig. Von den insgesamt sieben geplanten zusätzlichen Standorten im gesamten Stadtgebiet sind die Häuser in der Eythstraße 17 und in der Riebeckstraße 63 laut Stadtverwaltung schon fertig.

Bevor hier insgesamt 143 Plätze zur Verfügung stehen, muss der Stadtrat am Mittwochabend allerdings erst noch den Weg für soziale Betreuung, Bewirtschaftung und Schutz der Häuser durch externe Partner ebnen. Etwa 75.000 Euro werden dazu außerplanmäßig für spezialisierte Firmen oder Vereine noch in diesem Jahr aus der Stadtkasse benötigt, heißt es aus der Stadtverwaltung. Eile bei der Genehmigung sei vor allem auch deshalb geboten, weil es in der Messestadt mit Blick auf die Vorgaben vom Freistaat derzeit 180 Flüchtlingsplätze zu wenig gebe und deshalb dringend Platz geschaffen werden müsse.

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Im Stadtteil Plagwitz werden in der Markranstädter Straße 16/18 Flüchtlinge untergebracht.

Quelle: André Kempner

Nach Inbetriebnahme der ersten beiden neuen Standorte in diesem Jahr sollen schrittweise bis zum Herbst 2014 auch alle weiteren Häuser in der Markranstädter Straße 16/18, Am Langen Teiche 17, in der Pittlerstraße 5/7, in der Pögnerstraße 14 und in der Bornaischen Straße 215 von der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) saniert und bezugsfertig sein. Danach werde das marode, kasernenartige Heim in der Torgauer Straße geschlossen. Bei voller Belegung aller neuen Standorte sowie des heute ebenfalls schon bestehenden Flüchtlingsheims in der Liliensteinstraße kommen laut Stadtratsvorlage auf die Kommune jährlich gut 900.000 Euro für Betreuung und Unterhalt zu.

In den dezentralen Unterkünften sollen Familien, allein erziehende Frauen mit Kindern und alleinstehende Asylbewerber untergebracht werden. Jedem Bewohner stehen hier 7,5 Quadratmeter Wohnfläche zu, Familien haben Anrecht auf eine abgeschlossene Wohnung, Einzelpersonen müssen sich künftig nur noch zu zweit ein Schlafzimmer teilen. In jeder Wohneinheit soll es zudem abgeschlossene Sanitäranlagen sowie eine Küche geben. Gemeinschaftstoiletten und –küchen gehören dann zur Vergangenheit.

Trotz zum Teil heftiger Protesten vor allem in den Stadtteilen Wahren und Plaußig-Portitz hatte die Leipziger Ratsversammlung Mitte Juli mit großer Mehrheit der Umsiedlung von mehr als 200 Asylbewerbern aus der Torgauer Straße in dezentrale Unterkünfte im gesamten Stadtgebiet beschlossen.

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Matthias Puppe

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