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Lokales Flüchtlingsunterkunft Torgauer Straße: Leipziger Grüne fordern dezentrale Unterbringung
Leipzig Lokales Flüchtlingsunterkunft Torgauer Straße: Leipziger Grüne fordern dezentrale Unterbringung
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22:26 13.01.2015
Das Asylbewerberheim in der Torgauer Straße in Leipzig. (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Am Dienstag forderten die Grünen die Stadt Leipzig auf, stattdessen wieder den ursprünglichen Entwurf voranzutreiben.

Sprecherin Christin Melcher sagte: „Es kommen mehr Flüchtlinge, die unsere Hilfe brauchen, dies ist aber kein Grund hinter den selbstgesteckten Standards der menschenwürdigen, integrativen und dezentralen Unterbringung zurückzufallen.“ Bis 2016 will die Stadt die drei Häuser in der Torgauer Straße für 500 Menschen ausbauen. Zudem werden die Gebäude grundlegend saniert. Damit würden sie auf unabsehbare Zeit als Massenunterkunft erhalten bleiben, so die Leipziger Grünen.

„Die Problematik um die Torgauer Straße ist keineswegs neu – sie gilt als schlechteste Unterkunft sachsenweit. Seit Jahren ist der menschenunwürdige Zustand der Unterbringung bekannt, ohne dass sich an der Situation großartig etwas ändert. Dementsprechend wäre es die Pflicht der Stadt gewesen, sich rechtzeitig um geeignete Alternativen zu kümmern, vor allem mit dem Wissen, dass die Zahl der Asylsuchenden in Leipzig ansteigt“, forderte Carolin Waegner, Sprecherin des Arbeitskreises Demokratie und Zivilcourage von Bündnis90/Die Grünen.

Vorlage soll nächste Woche im Stadtrat beschlossen werden

Es gebe Alternativen zur Torgauer Straße, hieß es. Für die in Leipzig lebenden Flüchtlinge sei es dringend erforderlich, nicht am Rande der Gesellschaft in abgeschlossenen Räumen zu leben, sondern die Möglichkeit zu haben, sich in die Stadtgesellschaft zu integrieren und einleben zu können. Dies sei in Großunterkünften mit mehreren hundert Menschen im Gewerbegebiet nicht möglich.

Die Vorlage zur Torgauer Straße soll in der kommenden Woche im Stadtrat beschlossen werden. Bislang sei der Migrantenrat noch nicht miteinbezogen worden. Trotz mehrfacher Bitte sei dem Rat die Vorlage nicht zur Kenntnis gegeben worden. „Das ist an Intransparenz nicht zu überbieten. Der Migrantenrat muss beteiligt werden“, so Melcher.

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boh

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