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Lokales Flug für Leipziger Läufer zum New-York-Marathon wegen "Sandy" vorerst gestrichen
Leipzig Lokales Flug für Leipziger Läufer zum New-York-Marathon wegen "Sandy" vorerst gestrichen
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20:01 30.10.2012
Uwe Förster vom "Leipziger Laufladen" (Archivfoto) Quelle: Regina Katzer
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Leipzig

gestrichen. Rund 50 Läufer wollten am Dienstag von Leipzig aufbrechen, um am Wochenende beim New-York-Marathon zu starten. Daraus wird nun vorerst nichts. Uwe Förster vom Leipziger Laufladen sagte am Dienstag gegenüber der Leipziger Volkszeitung: "Keiner weiß, wann es richtig weitergeht. Es wird alles sehr, sehr knapp." Zugleich äußerte er seine Betroffenheit über die Ereignisse in den Vereinigten Staaten. "Es war gruselig, diese Bilder zu sehen. Die Explosion im Umspannwerk. Was wirklich dort drüben los ist, kann man nur ahnen."

Im Laufladen, der für die Messestädter die Organisation übernommen hat, war die Stimmung am Montag noch ruhig gewesen: „Es ist ja nicht das erste Mal, dass uns Naturgewalten stoppen. 2010 ist uns der isländische Vulkan Eyjafjallajökull nach einem Lauf in Jordanien in die Quere gekommen“, erinnerte sich Jörg Matthé, der diesmal in der Heimat bleiben wird.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_20152]Partner Förster saß da bereits auf gepackten Koffern – war aber auch noch entspannt. „Selbst, wenn wir erst am Freitag wegkämen, wäre es noch zu schaffen.“ Dennoch geht Förster viel durch den Kopf: „Wir sind froh, dass es nur Naturgewalten sind und kein Anschlag dahintersteckt. Und letztendlich: Vermutlich werden dort wieder Hunderttausende evakuiert, verlieren ihr Eigentum und vielleicht sogar ihr Leben. Was ist da unser Problem?“ Förster traut sich eine Dreieinhalb-Stunden-Laufzeit zu, will aber mit den anderen mitlaufen.

Auch Radio-Leipzig-Moderator André Hart will – freilich ohne seine Morgenmädels – in New York dabei sein. „Im Moment ist mir schon ein wenig mulmig“, bekannte er noch am Montag. „Es ist die Ungewissheit, ob wir überhaupt fliegen. Und wenn ja: was uns dort erwartet.“ Er würde gern zu jenen gehören, deren Namen in der New York Times veröffentlicht werden. Notwendig wäre dafür eine Zeit unter vier Stunden. „Ich habe hart trainiert und fühle mich gut vorbereitet“, sagte Hart.

Volker Große hat die Reise zum 50. Geburtstag von seiner Frau geschenkt bekommen. Nun will er auch als Vorstandsmitglied der Peter-Escher-Stiftung reisen, die sich für die Kinderkrebsheilkunde stark macht. „Für mich gibt es nur eines bei meinem ersten Marathon: Ankommen im Ziel“, bekannte er. Achillessehnenbeschwerden haben ihn in den vergangenen Wochen immer wieder zurückgeworfen.

Der New-York-Marathon in Staten Island (Archivfoto) Quelle: dpa

Vollkommen optimistisch zeigte sich Künstler Michael Fischer-Art: „Solange das Packeis aus Grönland nicht runter drückt, ist alles halb so schlimm. Ich sehe das relaxt“, meint er. Bei seinem Start 2008 gab es bei einem Zwischenstopp sogar eine Notlandung. Seither kann Fischer-Art nichts mehr schrecken. Sein Ziel sei ebenfalls Ankommen: „Schließlich habe ich ein Drittel Lungenvolumen weniger als andere Menschen.“

Roland Herold

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