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Lokales Flughafen Leipzig-Mockau wird zum Zeppelin-Park: Erste Entwürfe vom Hotel
Leipzig Lokales Flughafen Leipzig-Mockau wird zum Zeppelin-Park: Erste Entwürfe vom Hotel
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09:39 18.01.2014
So könnte das Hotel auf dem alten Flughafen Leipzig-Mockau künftig aussehen. Ein überdachter Gang führt zum historischen Tower. Quelle: SEHW Berlin
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Leipzig

Ein Hotelkomplex entsteht als Herzstück des 15-Millionen-Euro-Projekts. LVZ-Online zeigt exklusiv erste Entwürfe.

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Mit seiner metallisch glänzenden Außenhaut erinnert der zukünftige, langgezogene Bau an die Flugzeuge, in der Größe an die Luftschiffe, die einst auf dem gerade 100 Jahre alten Flugplatz gelandet sind. Südlich der historischen Abflughalle soll die Vier-Sterne-Herberge mit rund 300 Zimmern inklusive Boarding-Appartments landen. Das Bauwerk steht nach den ersten Vorschlägen der Berliner Projektentwickler SEHW auf Stelzen, die wie ausgeklappte Fahrwerke wirken. Überdachte „Gangways“ könnten sowohl zum historischen Tower als auch zu dem weitgehend entkernten Fliegerheim führen. Derzeit laufen auf dem Gelände die Arbeiten an den historischen Gebäuden weiter. Entkernung und Trockenlegung sind weitgehend abgeschlossen, teilte die Messeblick GmbH auf Anfrage mit. Im Frühjahr werden Fassaden und Fenster der Abflughalle und des ehemaligen Fliegerheims saniert.

Fliegerheim von 1913 schwer geschädigt

Ob Deutschlands erstes Flughafenhotel, erbaut 1913 nach Plänen von Stadtbaurat Otto Wilhelm Scharenberg, überhaupt zu retten ist, war lange nicht klar. Vandalismus, und Wasserschäden haben dem Gemäuer heftig zugesetzt. „Im Holzboden des Festsaals saß der Schwamm, der war nicht zu erhalten“, schildert die Leipziger Projektsprecherin Susan Richter-Westermann.

Trotzdem lautet die gute Nachricht: Das Gebäude kann wieder in Schuss gebracht werden. Nachdem der Dornröschen-Wall aus Wildwuchs beseitigt ist, kann man auch den Freisitz mit Blick auf das einstige Flugfeld wieder erkennen. Generationen von Leipzigern haben dort schon gespeist: Zu DDR-Zeiten war das Fliegerheim an der Dübener Landstraße zuerst HO-Gaststätte und ab 1961 Mitropa-Flughafen-Restaurant. „Vielleicht ist Gastronomie ja auch eine Option für die Zukunft“, so Richter-Westermann. Der Tower, der nach wie vor die Silhouette des Geländes in Nachbarschaft zum Messegelände bestimmt, soll Platz für Tagungen kleiner und mittlerer Größe samt Bewirtung bieten. Im großen Saal hinter der Fensterfront ist auch noch Platz für zwei gemütliche Lounges.

Verzögerungen im Zeitplan

30.000 Quadratmeter umfasst das Areal: Anordnung von Hotel, Tower und Fliegerheim. Quelle: SEHW Berlin

30.000 Quadratmeter umfasst das Areal für Hotel, Tower und Fliegerheim. Bei der Gestaltung des Gesamtkomplexes will die Messeblick-Geschäftsführung nun die ersten Vorschläge gründlich prüfen, heißt es. Ziel: Der Hotelbau soll Ende des Jahres starten, sofern die Baugenehmigung bis dahin erlangt werden könne. Außerdem soll die Sanierung der historischen Gebäude eng mit dem Denkmalschutz abgestimmt werden. „Den ehrgeizigen Zeitplan, bis Ende 2014 die Anlage zu eröffnen, werden wir nicht halten können“, heißt es aus der Projektleitung.

Das liegt auch daran, dass die Messeblick Leipzig GmbH (Jahresumsatz 1 Million Euro) Hotelgeschäft sowie Kongress- und Restaurantbetrieb in den historischen Gebäuden nur an einen Gesamtbetreiber vergeben will. Der ist noch nicht gefunden, doch auf der Expo Real in München warb das Leipziger Unternehmen für den Zeppelin-Park und knüpfte „interessante Kontakte“, so Richter-Westermann. Über den aktuellen Verhandlungsstand hält sich die Messeblick GmbH bedeckt. Geht es nach Geschäftsfürher Jürgen Wilms, soll im Zeppelin-Park irgendwann alles so ineinandergreifen, wie auf einem gut funktionierenden Airport. „Die Bestandsobjekte wie der Tower geben dem Ort ja erst das richtige Flair“, so Richter-Westermann.

Evelyn ter Vehn

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