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Flughafen Mockau: Leipziger Firma investiert - 15 Millionen Euro für Hotel und Gastronomie

Flughafen Mockau: Leipziger Firma investiert - 15 Millionen Euro für Hotel und Gastronomie

Licht am Horizont für Leipzigs ersten zivilen Flughafen in Mockau: Kurz nach dem 100-jährigen Bestehen stellt die Messeblick Leipzig GmbH hochfliegende Pläne für den verlassenen Luftschiffhafen vor.

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Jürgen A.C. Wilms, Chef der Messeblick Leipzig GmbH, will den Flughafen Mockau aus dem Dornröschenschlaf wecken.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Nach LVZ-Informationen will das Unternehmen mit rund 15 Millionen Euro ein Vier-Sterne-Hotel errichten und die Abflughalle von 1929 denkmalgerecht sanieren. Statt Koffern und Tickets machen dort bald Speisekarten und Cocktails die Runde.

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Leipzig. Licht am Horizont für Leipzigs ersten zivilen Flughafen in Mockau: Kurz nach dem 100-jährigen Bestehen stellt die Messeblick Leipzig GmbH hochfliegende Pläne für den verlassenen Luftschiffhafen vor. Nach LVZ-Informationen will das Unternehmen mit rund 15 Millionen Euro ein Vier-Sterne-Hotel errichten und die Abflughalle von 1929 denkmalgerecht sanieren. Statt Koffern und Tickets machen dort bald Speisekarten und Cocktails die Runde.

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Unkraut wuchert auf der Rollbahn, Schutt türmt sich auf dem Weg zur Glasfront des markanten Flughafen-Gebäudes. Das wurde 1955 vom Verwaltungstrakt zur Abflughalle umfunktioniert und mit einer Etage für die Flugsicherung und dem verglasten Kontrollturm ergänzt. Es sieht dort nach handfester Arbeit aus, denn Messeblick-Chef Jürgen Wilms (51) verfolgt ehrgeizige Ziele. Bis Ende 2014 soll das Flair des ehemaligen Flughafens rund um den Tower runderneuert sein. Einchecken werden Gäste aber nur noch an der Hotel-Rezeption: Der Bauantrag läuft, geplant ist ein Haus mit mehr als 200 Zimmern. Damit wäre das Hotel in Laufweite zur Messe eines der größten, neu entstehenden in der Stadt.

Hotel fußläufig zur Messe

„Der Norden Leipzigs ist im Kommen“, sagt Messeblick-Chef Jürgen Wilms. Ein Gespräch mit der Leipziger Messe GmbH zum boomenden Kongressgeschäft hat ihn überzeugt, sein bisher größtes Projekt in Angriff zu nehmen. Nachdem das Unternehmen Primacom eigene Pläne für den Flughafen Mockau verworfen hatte, kaufte Wilms das 30.000 Quadratmeter große Gelände. „Der Bedarf an Hotelkapazitäten ist da“, ist der Unternehmer überzeugt. Erst 2012 stellte seine Firma, deren Jahresumsatz bei einer Million Euro liegt, das Aviva-Hotel in Sichtweite des Flughafens Mockau fertig, und fand einen Betreiber.

In die City, wo derzeit Herbergen wie Pilze aus dem Boden schießen, hätte er sich mit einem Hotelprojekt wie am 1991 stillgelegten Flughafen nicht gewagt, sagt Wilms. Im Norden Leipzigs visiert er nun eine zweite Punktlandung an: „Am liebsten mit einer internationalen Hotelkette als Betreiber.“

Erlebnisgastronomie - auch auf den Tower-Terrassen

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In den Tower des Flughafen Mockaus soll Erlebnisgastronomie ihren Platz finden.

Quelle: Dirk Knofe

Als Magnet nicht nur für Übernachtungsgäste das wird das historische Abfertigungsgebäude hergerichtet. Ob über dem Portal zum Rollfeld wie einst der Schriftzug „Leipzig“ prangen wird, ist unklar. Eine Leuchtschrift soll aber her. Auch die außergewöhnliche, über eine Mittelachse drehbare Fenster-Konstruktion in einigen Bereichen wird erhalten.

Wilms, der in der Region Leipzig private Bauten und Objekte zum betreuten Wohnen sanierte, hat ein Denkmalschutz-Gutachten beauftragt. Er weiß jetzt schon: „Die Anordnung der heute notwendigen Aufzüge wird eine Herausforderung.“

Details wie die schwarzen Granit-Einfassungen in den Durchgängen zu den Seitenflügeln der mehr als acht Meter hohen und über 400 Quadratmeter großen Haupthalle fielen bereits zum Teil Vandalen zum Opfer und müssen restauriert werden. „In diesem Raum ist später alles möglich von der Bewirtung bis zum Ball“, schwärmt Susan Richter-Westermann vom Projekt-Team.

Der Clou: Essen und Trinken soll nach Wünschen des Investors auch auf den bisher nie genutzten Terrassen des Abfertigungsgebäudes möglich sein. „Wir brauchen einen professionellen Betreiber“, sagt Wilms. Für das anspruchsvolle Konzept sei das durchaus schwierig. Doch erste Gespräche mit einem Leipziger Gastronom seien bereits gelaufen – Namen will Wilms noch nicht nennen.

Fliegerheim als Wellness-Oase?

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Ehemaliges Fliegerheim.

Quelle: Dirk Knofe

Verborgen hinter einer grünen Wand aus Holz und Gestrüpp liegt wenige Schritte entfernt die große Unbekannte des Vorhabens. Deutschlands erstes Flughafenhotel von 1913, das später als HO- oder Mitropa-Gaststätte diente, ist arg verfallen. Im stuckverzierten Saal kann sich Wilms eine Wellness-Oase für die Hotelgäste vorstellen. „Aber ob der Zustand das hergibt, müssen wir jetzt prüfen.“

Zeitzeugen gesucht

Wer erinnert sich an Starts- und Landungen in Mockau? Gemeinsam mit dem Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig suchen die Messeblick Leipzig und die Leipziger Volkszeitung

Fotos, Schnappschüsse und Filme

aus der aktiven Zeit von 1913-1991. Das Material wird sofern möglich für den Museumsfundus aufgearbeitet. "Wir freuen uns über jedes Foto, da wir momentan noch über einen recht kleinen Bestand an Exponaten zum ehemaligen Flughafen Leipzig-Mockau verfügen", sagt Christoph Kaufmann von der Fotothek des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig. Denkbar ist auch, dass Bilder dauerhaft im Hotel / Tower gezeigt werden.

Die Leipziger Volkszeitung und und LVZ-Online veröffentlichen ausgewählte Fundstücke.

Wer Material beisteuern kann, eventuell als Insider wie als ehemaliger Pilot oder Fallschirmspringer auch Anekdoten überliefern kann, sollte Kontakt zur Messeblick Leipzig GmbH aufnehmen.

Per Post:

Stichwort „Zeitzeuge Flughafen Leipzig-Mockau“ an die Messeblick Leipzig GmbH, Zschortauer Straße 96, 04129 Leipzig.

Per E-Mail:

Digitalfotos (mindestens 1024x768 Pixel Auflösung, höchstens 5 MB Dateigröße) an flughafenmockau@messeblick-leipzig.com

Evelyn ter Vehn

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