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Lokales Förderverein schlägt Kompromiss für Erhalt des Naturkundemuseums vor
Leipzig Lokales Förderverein schlägt Kompromiss für Erhalt des Naturkundemuseums vor
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08:12 17.01.2017
Der Förderverein des Naturkundemuseums schlägt einen Kompromiss zwischen Spinnereistraße und dem jetzigen Standort vor. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der Verein der Freunde und Förderer des Naturkundemuseums Leipzig sieht im Umzug des Naturkundemuseums in die Spinnereistraße keine gute Lösung. Nach eigenen Angaben sei der Verein skeptisch, dass der Standort rentabel sein werde. Er stünde im eklatanten Widerspruch zum Masterplan. So hätten frühere Gutachten ergeben, dass eine Verlegung aus der Innenstadt heraus höhere Kosten verursachen würden. Dazu zählen zum Beispiel mehr Ausgaben beim Marketing. Zu diesem Schluss kamen bereits Fachleute, als überlegt wurde, das Museum ins Stadtbad zu verlegen.

Nach Meinung des Vereins ließe sich am Standort Spinnereistraße zwar ein beeindruckendes und modernes Naturkundemuseum einrichten, allerdings müsste dann viel mehr auf einen Eventcharakter gesetzt werden, um die Besucher an den Stadtrand zu locken. So würde das Museum seinem Anspruch, ein Bildungs- und Forschungspartner in Leipzig zu sein, nicht mehr gerecht werden.

Zu viele Anforderungen

Sollte das Museum nach Plagwitz verlegt werden, so gebe es nach Ansicht des Vereins einige Grundanforderungen. Die steigenden jährlichen Kosten für den Betrieb müssten klar abgesichert sein. Außerdem sollte eine Straßenbahnhaltestelle für das Naturkundemuseum eingerichtet werden, an der im 10-Minuten-Takt eine Bahn fährt. Dazu fordert der Verein mehr Parkplätze, da das Gebiet bereits ausgelastet sei.

Der Verein nimmt aber nicht an, dass der Stadtrat solchen Maßnahmen zustimmen würde – dabei bezieht er sich auf ähnliche frühere Beschlüsse. So könne das Museum in der Spinnereistraße nicht funktionieren könnte.

Förderverein schlägt Kompromiss vor

Dennoch schlägt der Förderverein des Naturkundemuseum einen Kompromiss vor: Demnach sollen Dauer- und Sonderausstellungen sowie die Veranstaltungen der Museumspädagogen am aktuellen Standort verbleiben. Das Gebäude soll dann zu einem modernen Ausstellungshaus umgebaut werden.

Der nicht öffentliche Teil des Museums, die Sammlungen, Arbeitsräume der Sammlungskuratoren und die Präparationswerkstatt, könnten in die Spinnereistraße verlegt werden. Dort würde nur eine der angedachten zwei Etagen genutzt werden, die zweite könnte als Depot für andere Museen dienen.

Der Förderverein sieht in seinem Kompromiss einen Konsens, der die Wünsche aller Fraktionen berücksichtigt, da am jetzigen Standort kein Erweiterungsbau entstehen müsste. Wichtig sei, dass bald eine Grundsatzentscheidung getroffen und das Thema nicht wieder um Monate oder Jahre vertagt würde.

pad

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