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Lokales Forscher aus Leipzig und Dresden treiben Alternative zum Kükenschreddern voran
Leipzig Lokales Forscher aus Leipzig und Dresden treiben Alternative zum Kükenschreddern voran
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10:07 13.04.2017
Archivfoto Quelle: dpa
Dresden

Wissenschaftler aus Dresden und Leipzig wollen ab Juni ein Gerät zur automatisierten Geschlechterbestimmung im Ei in der Praxis testen. Damit soll langfristig der Massentötung von männlichen Küken in Brütereien ein Ende gemacht werden.

„Wir hätten nicht gedacht, dass wir so eine hohe Genauigkeit haben“, erklärte Projektleiter Gerald Steiner von der Technischen Universität (TU) Dresden. Zu 95 Prozent lagen die Forscher bisher richtig. Mit Hilfe der Spektroskopie werden molekulare Struktur im Blut sichtbar gemacht, das bei Vögeln DNA-Informationen enthält. So können bereits am dritten Tag der Bebrütung männliche von weiblichen Küken unterschieden und aussortiert werden.

Bisher werden in Deutschland jedes Jahr rund 45 Millionen männliche Küken vergast oder geschreddert, weil sie keine Eier legen und kaum Fleisch ansetzen. Steiner geht davon aus, dass das in Sachsen entwickelte Verfahren spätestens 2020/2021 flächendeckend in Brütereien zum Einsatz kommen kann.

Von LVZ