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Lokales Fortsetzung der Badewannenrennen am Leipziger Völkerschlachtdenkmal gesichert
Leipzig Lokales Fortsetzung der Badewannenrennen am Leipziger Völkerschlachtdenkmal gesichert
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23:36 17.06.2014
Hatte bei der Hindernisfahrt die Enten-Nase vorn: die Mannschaft von Doberschütz Süd bem Badewannenrennen am Völkerschlachtdenkmal. Quelle: André Kempner

Auch für 2015 sei ein Rennen geplant. Dabei sah es vor gar nicht langer Zeit so aus, als ob schon dieses Jahr Schluss ist mit Hindernisfahrt, großer Regatta und Wannenstechen.

2012 hatte der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Feist ein Verbot der Veranstaltung an diesem Ort gefordert. Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos) widersprach Feist zwar inhaltlich, verkündete jedoch kurz darauf, dass es nach Beginn der Sanierung des Wasserbeckens dort keine weiteren Rennen geben könne. "Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig hat dem Veranstalter seit jeher deutlich gemacht, dass eine Durchführung des Badewannenrennens einzig bis zur grundhaften Sanierung des Wasserbeckens denkbar ist", so Faber seinerzeit.

Der Beginn der Arbeiten sollte ursprünglich Anfang 2014 erfolgen. Inzwischen jedoch ist frühestens 2016 realistisch, sagt Denkmals-Chef Steffen Poser. Das habe zwei Gründe. Erstens gebe es mittlerweile Pläne, zum 1000. Stadtjubiläum im kommenden Jahr dort Veranstaltungen abzuhalten. Mit einer See-Bühne ließen sich die Treppen und Wälle rings um das Becken als Amphitheater nutzen. Der zweite Grund dürfte noch gewichtiger sein: Die Finanzierung der Arbeiten, die nach neuesten Planungen 1,29 Millionen Euro kosten werden, ist noch nicht gesichert. Früher waren dafür 1,85 Millionen Euro veranschlagt.

Denkmals-Chef Steffen Poser sieht in den Badewannenrennen die Chance, tausende Jugendliche und junge Familien für das Wahrzeichen zu interessieren. Quelle: Andreas Döring

Dies bestätigt Klaus-Michael Rohrwacher, Vorsitzender des Fördervereins Völkerschlachtdenkmal. Stadt, Freistaat und Verein hätten insgesamt schon 27,8 Millionen Euro für die Sanierung des Kolosses aufgebracht. "Das ist weitestgehend abgeschlossen." Für die Außenanlagen samt Becken fehlten aber noch 4,8 Millionen. Bevor der Verein hierüber mit den beiden anderen Partnern reden kann, müsse er noch mehr Spenden einwerben. "Immerhin - fast 600 000 Euro haben wir schon wieder gesammelt."

Laut Nato-Sprecherin Antje Müller ist auch das Badewannenrennen 2015 bereits gesichert. Nur der genaue Termin werde noch mit den anderen Veranstaltungen abgestimmt. Während die Meinungen im Förderverein nach wie vor geteilt sind, kann sich Denkmals-Chef Poser den Verbleib der Großstadt-Kapitäne selbst nach der Becken-Sanierung gut vorstellen: "Einmal im Jahr hält das Denkmal so was locker aus." Er betont, dass die symbolhafte Bedeutung des Gewässers als "See der Tränen" erst 1938 (also unter den Nazis) erfunden wurde. Die Erbauer hätten den steinernen Ort des Totengedenkens gedanklich streng von der Spiegelfläche davor getrennt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2014

Jens Rometsch

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