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Lokales Frachtflüge gezielt auf Südbahn gelotst
Leipzig Lokales Frachtflüge gezielt auf Südbahn gelotst
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22:34 02.12.2009
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Er begründete dies gegenüber der Leipziger Volkszeitung mit Sicherheitsaspekten.

Oberste Priorität bei der Abwicklung des Flugverkehrs habe die Sicherheit. Das ist laut Liebscher der Grund dafür, dass die nachts im südlichen Bereich des Flughafens abgefertigten etwa 50 Frachter vor allem auf der Südbahn landen und starten. Sie würden von den Lotsen ganz bewusst nicht auf die Nordbahn geschickt. Im Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau war dagegen noch von der gleichmäßigen Nutzung der beiden Bahnen die Rede, wodurch sich die Lärmbelastungen durch An- und Abflüge auf Leipzig und das Umland verteilen würden.

"Jeder Flughafen auf der Welt würde versuchen, eine aktive Runway möglichst nicht zu kreuzen", erklärte der 44-Jährige, der erst seit Juni die Gesamtverantwortung für die Tower in Schkeuditz, Dresden und Erfurt trägt. Während die auf die Südbahn gelenkten Flieger direkt neben dem Terminal des Frachtunternehmens DHL starten und landen, benötigen Flieger von der Nordbahn zur Abfertigung bis zu zehn Minuten. Sie müssen die Autobahn 14 und die südliche Runway überqueren. Die Deutsche Flugsicherung, die die Tower betreibt, unternehme alles Erdenkliche, um den Flugverkehr mit den geringsten Auswirkungen auf die Anwohner zu organisieren, so Liebscher.

Zu den umstrittenen Militärtransporten sagte er, sie würden "wie jeder andere genehmigte Flug von uns gleichberechtigt bearbeitet". Der Flughafen wird seit Jahren bereits von der US-Armee als Zwischenstopp für Truppentransporte in den Irak genutzt. Vorige Woche war bekannt worden, dass auch die Bundeswehr seit 2005 über Schkeuditz 650 Militärtransporte abgewickelt hat, unter anderem würden deutsche Soldaten von hier nach Afghanistan geflogen.

art

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