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Frachtmaschine brennt am Flughafen Leipzig/Halle aus – 49.000 Küken sterben

Frachtmaschine brennt am Flughafen Leipzig/Halle aus – 49.000 Küken sterben

Auf dem Flughafen Leipzig/Halle ist in der Nacht zum Freitag eine ukrainische Frachtmaschine des Typs AN-12BP ausgebrannt. Wie Flughafensprecher Uwe Schuhart gegenüber LVZ-Online sagte, war das Feuer gegen 2 Uhr in dem auf einem Vorfeld abgestellten Flugzeug ausgebrochen.

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Auf dem Flughafen Leipzig/Halle ist am Morgen ein Flugzeug ausgebrannt.

Quelle: Telenews Network

Leipzig. Die am Vortag aus den Niederlanden kommende Maschine sowjetischer Bauart hatte lebende Küken geladen und wartete auf den Abflug in Richtung Stawropol im Süden Russlands.

Nach Informationen von LVZ-Online war die Maschine am Freitagmorgen gerade fertig betankt und sollte in Richtung Startbahn aufbrechen. Dann brach das Feuer aus. „Die Besatzung konnte sich noch ins Freie retten“, sagte Schuhart. Für die Küken im Flieger sei allerdings jede Hilfe zu spät gekommen. Laut der Unterlagen des Veterinäramtes Nordsachsen hatte die Antonow 48.960 Tiere geladen. Sie waren zu Dutzenden in Pappkisten untergebracht, berichtet Amtstierärztin Kathleen Mai. „Zweimal im Monat kommt solch ein ‚Chickenliner’ aus Boxmeer. Wir untersuchen jedes Mal, ob die Bedingungen im Flugzeug für die Tiere ausreichend sind“, so Mai. Am Donnerstagabend war alles noch in Ordnung. Wie Mai weiter erklärte, werden die Kadaver nun in eine Tierkörperbeseitigung in der Nähe von Riesa gebracht. 

Nach dem Alarm am Freitagmorgen sei die Feuerwehr des Airports innerhalb von drei Minuten am Brandort gewesen, sagte Schuhart „Es waren 15 Großfahrzeuge, darunter auch Spezialtechnik, sowie 60 Mann im Einsatz“, so der Flughafensprecher. Ein Übergreifen der Flammen auf andere Maschinen konnte verhindert werden, auch der Frachtbereich der DHL sei nicht in Gefahr geraten. Nach gut einer Stunde war das Feuer gelöscht, die Maschine allerdings auch komplett ausgebrannt. „Seit 3 Uhr läuft der Betrieb wieder planmäßig“, so Schuhart.

 

Ursache des Brands noch unklar – Keine Hinweise auf Anschlag

 

Am Freitagvormittag wurde das verbliebene Kerosin in der Maschine von der Feuerwehr abgepumpt. Danach wollen die Experten der Bundesanstalt für Flugunfalluntersuchung sowie die ebenfalls herbeigerufene Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen mit den Ermittlungen zur Unfallursache beginnen. „Das wird wohl erst am Nachmittag passieren“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ-Online. Bisher gebe es zumindest keine Anzeichen dafür, dass der Brand am Flugzeug durch Dritte herbeigeführt wurde, so Voigt weiter.  

 

Laut Flughafensprecher Schuhart sei das Flugzeug beim Eintreffen in Leipzig in einem guten Zustand gewesen. „Alle Maschinen, die in Deutschland fliegen dürfen, unterliegen ja auch gewissen Standards“, so Schuhart. Das bestätigte auch Holger Kasperski vom zuständigen Luftfahrt Bundesamt (LBA): „Die Antonow hatte ein gültiges Einflugrecht, es gab keine Beanstandungen.“  

 

Unfälle mit Maschinen des Typs AN-12 häufen sich

 

In den vergangenen Jahren ereigneten sich allerdings weltweit auch mehrere Unglücke mit den zwischen 1956 und 1973 in der damaligen Sowjetunion gebauten Flugzeugen. In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind Flüge der AN-12 inzwischen gänzlich verboten. Nach einem schweren Absturz 2011 im äußeren Osten Russlands belegten auch russische Behörden den Flugzeugtyp mit einem Verbot. Weitere Abstürze gab es in den vergangenen Jahren im Kongo oder im Sudan. Im ägyptischen Luxor geriet 2009 eine AN-12  auf dem Flughafen beim Betanken in Brand. Auf den Philippinen musste eine Maschine des Typs 2010 notlanden, weil ein Kurzschluss das Flugzeug in Brand gesetzt hatte.

 

Bis zum Produktionsende galten die in mehreren Abwandlungen gebauten Maschinen als besonders robust und wurden deshalb vor allem als Militärtransporter oder Aufklärer eingesetzt. In China wird die AN-12 noch heute als Lizenzprodukt unter der Typenbezeichnung Shaanxi Y-8 gebaut.

Matthias Roth / Matthias Puppe

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