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Lokales Franziska Meißner ist die neue Vorsitzende der DLRG Leipzig
Leipzig Lokales Franziska Meißner ist die neue Vorsitzende der DLRG Leipzig
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22:00 25.08.2017
Franziska Meißner ist die neue Vorsitzende der DLRG Leipzig. Quelle: Foto: Volly Tanner
Leipzig

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Bezirk Leipzig hat eine neue Vorsitzende. Seit einigen Tagen trägt Franziska Meißner die Verantwortung, Kulturgängern der Stadt noch bekannt als die Chefin des ehemaligen Szenecafés Meins, in dem auch Clueso gern einmal sein Getränk nahm, wenn er in der Stadt war.

Alles begann aber ganz anders, mit Pudelmütze und zuviel Kälte: „Zu Anfang bin ich beim Fußball gelandet, aber als es Herbst wurde und wir mit Pudelmütze und Handschuhen bei Flutlicht über den Schotterplatz mussten und ich dann auch noch zweimal den Ball ins Gesicht bekam, wusste ich, das ist nix für mich“, berichtet sie.

Ihre Stiefmutter nahm Franziska und ihren Bruder dann in den Ferien zum Schwimmtraining der Schwester mit. „Für meinen Bruder war das nichts, aber ich fand das irgendwie gut. Und hatte auch ziemlich schnell ein paar Erfolge. Da wusste ich noch gar nicht, dass ich beim Rettungsschwimmen gelandet war. Erst im Jahr darauf beim Wettkampf ist mir das irgendwie klar geworden. Und dann hat es immer mehr Spaß gemacht. Landesmeisterschaften, Deutsche Meisterschaften, immer mehr Training … Zu Abiturzeiten war ich sechsmal die Woche zum Training und habe dann auch die Mannschaft als Trainer schon mit geleitet. Das ist nun 17 Jahre her. Da merkt man erstmal, wie alt man schon ist …“

Die DLRG arbeitet in verschiedenen Bereichen der Wasserrettung. „Ganz weit gefasst fängt das bei der Schwimmausbildung im Kindes- und Jugendalter an“, erzählt Franziska Meißner. „Hier haben wir neben dem Kinderschwimmenlernen auch ein spezielles Angebot im Bereich Integration durch Sport, wo wir Geflüchteten und sozial benachteiligten Jugendlichen und Erwachsenen das Schwimmen beibringen. Das geht dann über die ganzen Abzeichen weiter … Bronze, Silber, Gold. Zudem bieten wir auch an, dass die Kids sich bei Wettkämpfen mit rettungssportlichem Charakter messen können.“

Da veranstalten sie selber im Jahr drei Wettkämpfe, auch für die ganz Kleinen, und fahren zu ganz vielen anderen quer durch Deutschland. „Wer da richtig Lust drauf hat, kann bei unserer Wettkampfmannschaft mitmachen. Schwimmen mit Sinn, weil man lernt, in simulierten Rettungsübungen schnell zu retten. Das kann man auch im Freigewässer am See machen. Richtig fetzig“, so die 30-Jährige.

Natürlich gibt es aber auch die ganz reguläre Rettungsschwimmausbildung. „Auf der anderen Seite arbeitet unser Katastrophenschutz. Der umfasst im Großen die Bereiche Wasserrettungsdienst bei uns am Kulkwitzer See oder aber auch an der Küste: Boot fahren, Tauchen, Strömungsrettung, Erste Hilfe, Sanitätsdienst. Und ganz neu bei uns ist auch eine Hunderettungsstaffel. Die Jungs und Mädels vom Katastrophenschutz sieht man bei Veranstaltungen am und im Wasser, Unfällen mit Wasser oder, oder, oder. Viel Verantwortung auf jeden Fall. Und zu guter Letzt die Vorstandsarbeit im Hintergrund nicht zu vergessen. Eigentlich ist für jeden was dabei – und wenn es nur Kuchenbacken für den Kuchenbasar ist.“

Ein bisschen Kritik ist aber auch vonnöten, besonders wenn man zur neuen Vorsitzenden eines ehrenamtlich agierenden Vereins wurde: „Was mir auffällt ist, dass uns viele Leute heutzutage eher als Dienstleister sehen. Ihre Kinder werden zum Schwimmen abgegeben, an ihnen soll eine Leistung vollbracht werden und dann werden diese wieder eingesackt. Bei vielen Anbietern ist das so, aber wir sind ein Verein, in dem alle ehrenamtlich arbeiten. Da wünsche ich mir auf jeden Fall mehr Feingefühl.“

Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Bezirk Leipzig, Geschäftsstelle: Theresienstraße 2 a, 04105 Leipzig, Telefon:
0341 2008188, Fax: 0341 2008187.

www.dlrg-leipzig.de

Von Volly Tanner

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