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Lokales Frauengesundheitstage in Leipzig: "Frauen sind der Motor der Familie"
Leipzig Lokales Frauengesundheitstage in Leipzig: "Frauen sind der Motor der Familie"
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00:18 21.05.2017
Ayleena Jung, Schirmherrin der Frauengesundheitstage.  Quelle: Foto: Volly Tanner
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Leipzig

In der Media-City Leipzig, Altenburger Straße 13, finden am morgigen Freitag und am Sonnabend die dritten Frauengesundheitstage Leipzig statt. Ayleena Jung, selbstständige Ausstatterin, Mutter und First Lady der Stadt ist Schirmherrin. LVZ-Mitarbeiter Volly Tanner traf sie im Park.

Volly Tanner: Was machen Sie eigentlich konkret als Schirmherrin bei den dritten Frauengesundheitstagen in Leipzig?

Ayleena Jung: Als Schirmherrin unterstütze ich in diesem Fall in erster Linie die Initiatorin Claudia Zimmer. Von ihr stammt diese tolle Idee, das Herzblut und das Durchhaltevermögen, diese Tage zum bereits dritten Mal zu veranstalten. Die Unterstützung zeigt sich in Ideen, Kontakten, im Menschenzusammenführen, Aufmerksammachen und Mittragen der Gedanken, die hinter diesen Frauengesundheitstagen stecken. Und an dem Tag selber – oder besser gesagt an den beiden Tagen in diesem Jahr – durch Präsenz, Vernetzen und Fürsprechen.

Welcher Philosophie hängen Sie eigentlich an mit Ihrer Veranstaltung?

Wir wollen Frauen stärken und unterstützen! Nicht aus einem simplen feministischen Gedanken heraus, sondern weil Frauen in der Tat eine große Belastung mit Kind, Haushalt, Job und so weiter haben. Und sie haben auch einfach schlichtweg eine andere Gesundheit als Männer. Auch emotional brauchen Frauen eine andere Unterstützung. Hinzu kommt, dass sie der Motor der Familie sind. Sie schauen hin, wo etwas nötig ist, und versorgen. Der andere Punkt ist, dass wir Schulmedizin mit Naturheilkunde verbinden möchten, also die Ganzheitlichkeit für den Menschen fördern wollen. In meinen Augen ist das der einzige Schlüssel zum Erfolg. Es ist heutzutage so schwer geworden, bei sich selber durchzublicken, weil wir uns so schnell ablenken lassen und verirren. Es ist schwer geworden, einen guten, den für dich richtigen Arzt zu finden, einen, der zu dir selbst und deiner Geschichte passt. Und dabei ist es so so wichtig. Wenn es einem gut geht, hat dies eine so große positive Kraft auf unsern Alltag, die Familie und das persönliche Empfinden!

Wenn Veranstaltungen erfolgreich, ja populär werden, gibt es automatisch Begehrlichkeiten. Wie reagieren Sie auf die Avancen der Multis?

Es ist wie bei allen Dingen: Man muss achtsam bleiben, dass man seiner Philosophie treu bleibt. Wir sind keine Werbeplattform. Wir haben ein Ziel. Wir stellen die Gesundheit an die erste Stelle und bieten an, mit guten Leuten dem eigenen Weg näherzukommen. Wir wollen, dass es uns allen gut geht, damit wir alle besser und glücklicher miteinander leben können!

Heißt Frauengesundheitstage „Männer verboten“?

Nein! Auf keinen Fall! Bei uns ist jeder herzlich eingeladen! Wer sich interessiert, kommt bitte einfach vorbei! Es gibt auch genügend Angebote für Männer, besonders in diesem Jahr! Erstmals haben wir auch ein paar Angebote, die Männer speziell betreffen. Und Axel Schulz wird kommen und die Herren unterstützen.

Sie sprechen erstmals einen Tag lang gesondert Unternehmen an. Welche eigentlich und weshalb?

Ja, an unserem ersten Tag dieses Jahr ist der Unternehmertag. Im Prinzip sprechen wir jedes Unternehmen an. Auch da gibt es keinen Ausschluss. Im Gegenteil: Jedes Unternehmen, dem daran gelegen ist, seine Mitarbeiterinnen zu sensibilisieren, zu informieren und sie zu unterstützen, ist richtig bei uns. Gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die leistungsfähiger sind – welcher Chef wünscht sich das nicht?

Ich habe den Eindruck, dass Sie Frauen erreichen, die sowieso schon bewusst leben. Da gibt es jedoch auch ganz viele, die sich darüber nie Gedanken machen, die im Stress zwischen Familie, Gelderwerb und Druck von außen in den Konsum, zum Beispiel von Essen, flüchten. Wie erreichen Sie diese?

Es ist wichtig, dass es generell qualitativ gute Angebote gibt. Bis jetzt hat sich der Gesundheitstag von Jahr zu Jahr verdoppelt. Das ist vielleicht nicht aufrecht zu erhalten, zeigt aber etwas ganz Wichtiges: Das Interesse ist vorhanden. Wir haben die Veranstaltung auch in Form von Plakaten und anderem beworben, aber in aller erster Linie hat sie sich über Mundpropaganda verbreitet.

Jetzt gilt es natürlich, am Ball zu bleiben, Menschen, für die es sich fremd anfühlt, anzusprechen und zu überzeugen, dass auch für sie etwas Sinnvolles dabei ist, was einen Mehrwert für ihr Leben darstellt, und am Ende eben auch ihre Probleme angesprochen werden. Auf dem Frauengesundheitstag laufen viele Fäden zusammen. Der andere Punkt ist: Das Leben eines jeden verändert sich und wir uns auch. Was ich mit 20 noch komisch fand, sieht nach dem ersten Kind vielleicht völlig anders aus. Mich hat zum Beispiel Yoga lange nicht besonders angesprochen. Seit zwei Jahren gehe ich mit meinem Mann und auch meiner Tochter zum Yoga.

Das ist nur eine Sache, die wir für uns gefunden haben und in unsere Woche eingebaut haben. Wegen all dieser Punkte unterstütze ich diese Tage – ich wünsche Jeder und Jedem, dass er etwas richtig gesundes Gutes für sein Leben findet.

Von Volly Tanner

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