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Lokales Freibad-Saison beginnt in Leipzig am 20. Mai – Hoffen auf Sonne
Leipzig Lokales Freibad-Saison beginnt in Leipzig am 20. Mai – Hoffen auf Sonne
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17:31 01.05.2017
In Leipzig – hier das Schreberbad – beginnt die Freibadsaison erst ab dem 20. Mai.  Quelle: dpa
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Leipzig/Dresden

Trotz des trüben und kühlen Wetters können sich in den ersten Freibädern Sachsens Wagemutige ins Wasser stürzen. Bei etwa elf Grad Wassertemperatur begann am Samstag in Dresden im Stauseebad Cossebaude und im Strandbad Wostra die Saison. Bis Sonntagmittag seien etwa 45 Gäste gekommen, sagte Josefine Meißner vom Stauseebad. „Ein paar von ihnen sind auch schon ins Wasser gegangen.“

Das Stauseebad Cossebaude an der westlichen Stadtgrenze ist bei den Dresdnern beliebt. Es ist Teil des 1930 fertiggestellten Pumpspeicherwerks Niederwartha, damals eines der ersten seiner Art in Deutschland. Mit 45.000 Quadratmetern ist es zudem das größte Freibad der Stadt.

Erst Mitte Mai öffnen weitere sieben Bäder und schließlich Ende des Monats das Waldbad in Weixdorf im Norden der Stadt. Dort waren während der Winterpause unter anderem der Zaun erneuert und die Beckenmauer repariert worden. Zudem wurde in den Bädern ein  Wasserspielplatz gebaut, Sanitäranlagen wurden saniert, neue Strandkörbe angeschafft, ein neues Kassensystem installiert. Der Bäderbetrieb kalkuliert mit jährlich etwa 340.000 Gästen. Im vergangenen Jahr kamen fast 390.000, 2015 waren es 437.750.

Leipzig wartet auf wärmeres Wetter

In Leipzig öffnen die Freibäder erst am 20. Mai. „Es sollte die Chance geben, dass sich das Wasser erwärmt“, begründet die Sprecherin der Wasserwerke und Sportbäder, Katja Gläß, den späteren Termin. Die fünf Bäder der Stadt seien in den vergangenen Jahren modernisiert, die Sanitäranlagen erneuert worden. 2016 kamen fast 165.600 Besucher - nach den rund 177.000 im Jahr zuvor der zweithöchste Wert seit 2004.

Die Leipziger Bäder sind laut Gläß familienfreundlich. So seien unter anderem neue Spielgeräte aufgestellt worden. In fast allen Freibädern gebe es Spielbereiche wie Abenteuer- oder Piratenspielplätze. Im Sommerbad Schönefeld wurden sogenannte Splashpads eingebaut - ein Wasserspielplatz mit diversen Fontänen. Wichtig seien auch Schattenplätze durch Bäume oder aber eigens dafür installierte Sonnensegel über den Wiesen sowie den den Planschbecken. Mit Badfesten oder Beachvolleyball-Turniern sollen weitere Gäste angelockt werden.

Für rund 350.000 Euro wurde erst 2016 das Ökobad Lindenthal saniert. Der Badeteich wurde gereinigt und neu bepflanzt, Stege wurden erneuert und die Filteranlage umgebaut. Abgesehen von den üblichen Wartungs- und Reparaturarbeiten seien in den Freibädern nun keine größeren Investitionen mehr nötig, heißt es.

Saisonstart in Chemnitz

In Chemnitz geht die Saison am Stausee Rabenstein ebenfalls schon am 1. Mai los. Die vier kommunalen Freibäder folgen Mitte des Monats. In deren Bauunterhalt werden nach Angaben der Stadt jährlich etwa 200 000 Euro investiert.

DRK-Wasserwacht sieht Sicherheitslücken

Während das Baden in den Freibädern der großen Städte mit angestellten Bademeistern und Rettungsschwimmern weitgehend abgesichert ist, sieht die DRK-Wasserwacht vor allen an den Seen in Sachsen Nachholebedarf. „Die Betreiber der Badegewässer sehen bei Ausschreibungen für Wachverträge immer öfter auf den Preis, nicht die Qualität oder sie sparen den Wachdienst gleich ganz“, sagt der Landesreferent für den Wasserrettungsdienst, Joachim Weiß. So werde etwa das Baden an Sachsens größtem See, dem Bärwalder See, einem gefluteten Braunkohle-Tagebau schon seit 2016 nicht mehr durch eine Wasserrettungs-Organisation gesichert.

Um 2017 die Mittel für die Wasserretter am Bärwalder See in Ostsachsen aufzutreiben, hat die Wasserwacht mit einem Dresdner Partner aus der Kaffee- und Kakao-Branche eine Spendenaktion organisiert. Mit dem Verkauf von „Retterkaffee“ in drei Varianten werden je Päckchen 50 Cent als Spende eingenommen.

Von LVZ

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