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Freie Wohlfahrtspflege lehnt eine zentrale Platzvergabe für Leipziger Kitas ab

Betreuungsplätze Freie Wohlfahrtspflege lehnt eine zentrale Platzvergabe für Leipziger Kitas ab

Eine „ausreichende Finanzierungsgrundlage“ für die Freien Träger in Leipzig – nur das kann die Grundlage sein, um schnell zusätzliche Kitaplätze zu schaffen. Das sagt die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in der Stadt Leipzig (AGW), die die geforderte zentrale Vergabe als Ausweg aus der Kita-Krise ablehnt.

Spielende Kinder in einer Kita – für alle, die darauf einen Anspruch haben, reicht der Platz in Leipzig derzeit nicht.

Quelle: dpa

Leipzig. Eine zentrale Vergabe von Kitaplätzen ist weder praktikabel noch zielführend und löst das Platzproblem in den Kindertagesstätten nicht. Das betont die Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in der Stadt Leipzig (AGW), die 85 Träger mit über 5000 Beschäftigten vertritt. Davon betreiben 22 Träger Kindertagesstätten in der Stadt Leipzig. „Bei Aufnahme von Kindern in unsere Einrichtungen steht das Wohl der zu betreuenden Kinder an erster Stelle“, erklärt Vicki Felthaus, derzeit Vize-Vorsitzende der AGW. Sie reagiert damit auf eine Forderung des Leipziger Fachanwaltes Klaus Füßer, der die Stadt in der Pflicht sieht, Plätze nach klar definierten Kriterien zentral zu vergeben, solange Mangel herrscht (die LVZ berichtete). Hintergrund: In Leipzig fehlen derzeit mehr als 1100 Krippenplätze. Elterninitiativen gehen sogar von deutlich mehr aus. „Um eine kindgerechte pädagogische Arbeit leisten zu können, spielen bei der Neuaufnahme Fragen, wie zum Beispiel die Gruppen- oder Altersstruktur in den jeweiligen Einrichtungen, eine Rolle. Das kann eine zentrale Vergabe nicht adäquat leisten“, so Felthaus.

Wichtiger für Auswege aus der derzeitigen Kita-Krise sei eine „ausreichende Finanzierungsgrundlage“ für die Freien Träger. Wie berichtet, haben Stadt und Freie Träger sich noch nicht über neue Kita-Verträge geeinigt, die in den vergangenen zwei Jahren verhandelt worden waren. So sind viele Träger nicht einverstanden mit der Höhe der Pauschalen für den Kita-Betrieb, die die Stadt ihnen zugesteht und unterschreiben die Verträge daher nicht. Strittig sind dabei Betriebs- und Sachkosten, für die Leipzig Pauschalen zahlt. Falls es zu keiner Einigung kommt, favorisiert das Jugendamt eine „Spitzkostenabrechnung“, die auch in vielen anderen Städten üblich ist. Felthaus fordert vor allem eine „auskömmliche Finanzierung“. Die Stadt könne nicht erwarten, dass Träger in Vorleistung gehen ohne eine feste Aussicht auf Refinanzierung.

Die Finanzierung sei aber nicht das einzige Problem. Für den stagnierenden Ausbau sind aus Sicht der AGW die fehlende Vernetzung der Ämter sowie das schleppende Umsteuern auf eine Investitionsplanung durch das Amt für Jugend, Familie und Bildung verantwortlich. „Wir brauchen eine zentrale Anlaufstelle für die Beratung von Investoren und freien Trägern“, fordert die AGW-Sprecherin. Sie verweist darauf, dass Freie Träger ihre Einrichtungen in der Regel kostengünstiger als die Kommune selbst betreiben und dabei einen erheblichen finanziellen Eigenanteil leisten. Dort werden ausschließlich Leipziger Kinder betreut, die einen Anspruch auf einen Kitaplatz haben.

Von Mathias Orbeck

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