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Lokales Freiflächen-Suche für Open-Air-Tanzpartys in Leipzig: Politisches Bekenntnis bleibt aus
Leipzig Lokales Freiflächen-Suche für Open-Air-Tanzpartys in Leipzig: Politisches Bekenntnis bleibt aus
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22:40 20.03.2013
Die Global Space Odyssey (GSO) zog 2012 Tausende in die Leipziger City. Die Organisatoren kämpfen um eine einfache Genehmigungspraxis für Open-Air-Tanzpartys. Quelle: André Kempner
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Leipzig

In einem Antrag machte sich die Fraktion für eine einfache Genehmigungspraxis stark. Doch nach einer flammenden Rede zog Nagel das Papier zurück.

Gespräche mit den Fraktionen hätten vor der Ratsversammlung gezeigt, "dass es keine Mehrheit gibt, dieses politisches Signal auszusenden". Auf eine Ablehnung wollte sie es auch nicht ankommen lassen, damit die Bemühungen von Verwaltung und der Kulturinitiative Global Space Odyssey (GSO) nicht ganz zum Erliegen kämen. Die GSO hat ein Konzept entwickelt, nach welchen Regeln die bisher oft unangemeldet steigenden Veranstaltungen laufen könnten. Damit würden die Events aus der legalen Grauzone geholt. Wichtigste Voraussetzung: Die Stadt stellt ein offizielles Party-Areal zur Verfügung.

Leipzig sucht seit drei Jahren nach einem Gelände, auf dem die Veranstaltungen stattfinden könnten. Lärm- und Naturschutz sind die größten Hürden. Zuletzt hatte sich die GSO auf eine abgespeckte Variante zurückgezogen, bei der der Lindenauer Hafen als Ort für Tagesveranstaltungen im Gespräch war, "natürlich unter Berücksichtigung der geplanten Baumaßnahmen", so Nagel am Mittwoch.

Nachbarstadt Halle stellt Areal bereit

Während Leipzig sich schwer tut, ist die Nachbarstadt Halle schon den entscheidenden Schritt weiter. Dort hat die Stadt nach einem Ratsbeschluss im Oktober 2012 das Gelände "Thüringer Bahnhof" in die engere Wahl gezogen. Derzeit prüfe die Verwaltung im Detail, welche "Lärmkontingente" zu erwarten seien. Die Kosten für die Vorbereitung des Geländes - zum Beispeil mit Toiletten, Abfallbehältern oder Wegen - werde "aller Voraussicht nach bei der Stadt liegen", teilte Halle auf Anfrage von LVZ-Online mit.

Bei der Global Space Odyssey laufen gerade die Vorbereitungen für die bunte Kultur-Parade am 13. Juli 2013 an. Die Organisatoren rufen alle Interessierten auf, ihre Themen auf den Wagen des Umzugs zu platzieren. Der Ruf nach Open-Air-Flächen könnte dann wieder ganz laut werden. Im Vorfeld der Ratssitzung hatte die GSO gegenüber LVZ-Online angekündigt, dass schon im Mai eine Veranstaltung zu dem Thema geplant ist. Titel: „The Art of Living – elektronische Musikkultur im öffentlichen Raum“.

Evelyn ter Vehn

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