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Freiheits- und Einheitsdenkmal: Leipziger CDU will Bürger über Entwürfe entscheiden lassen

Freiheits- und Einheitsdenkmal: Leipziger CDU will Bürger über Entwürfe entscheiden lassen

Leipzig. Die CDU fordert einen Bürgerentscheid zum geplanten Freiheits- und Einheitsdenkmal. Kulturbürgermeister Michael Faber (parteilos) nimmt es in Schutz - und kritisiert zugleich die Entwürfe.

CDU-Oberbürgermeisterkandidat Horst Wawrzynski und Leipzigs CDU-Chef Detlef Schubert verlangen eine „wirkliche Bürgerbeteiligung“ über die drei Siegerentwürfe des Freiheits- und Einheitsdenkmals.

„Ich stehe für einen Bürgerentscheid“, sagte Wawrzynski. Die Leipziger seien die Helden der Friedlichen Revolution und sollten darüber entscheiden, welcher der drei Entwürfe umgesetzt werden solle. Das wäre „mehr als angemessen“ und würde die Akzeptanz erhöhen. Wawrzynski sagte, er spüre eine große Unzufriedenheit in der Bevölkerung. Angesichts der mangelnden Transparenz des Verfahrens könne er diese Unzufriedenheit „gut nachempfinden“. Alle anderen Möglichkeiten würden sich schon aus Kostengründen leider ausschließen.

Kulturbürgermeister Michael Faber erklärte gegenüber der LVZ, er sei von den eingereichten Vorschlägen „in Gänze enttäuscht“. Er hätte eine andere Reihenfolge bei der Bewertung gewählt. Dennoch stellt er die Entscheidung der Jury nicht in Frage. Die Mitglieder des Gremiums seien sorgfältig ausgesucht worden.

Umfrage: Denkmal hat eine große Bedeutung für Leipzig

Faber verweist mit Blick auf die generelle Kritik am Denkmal und die vermeintlich fehlende Bürgerbeteiligung auf eine Umfrage aus dem Jahr 2011. Damals hatten 54 Prozent der Befragten erklärt, dass das Freiheits- und Einheitsdenkmal eine große Bedeutung für Leipzig haben werde. Der Kulturbürgermeister räumte ein kommunikatives Handicap ein. Scheinbar würden viele Bürger erwarten, dass trotz einschlägiger Beschlüsse des Bundestages, des Landtages und des Stadtrates im Nachhinein noch ein Plebiszit ausgerufen werde.

Bei der damaligen Umfrage sei ein Ergebnis gewesen, dass die größten Befürworter diejenigen sind, die das biografische Erlebnis der Friedlichen Revolution gar nicht hatten. „Das empfinde ich als einen Glücksfall“, erklärte Faber. Ein Denkmal sei doch gerade für die späteren Generationen gedacht.

Der Bürgermeister verteidigt den Leuschner-Platz als Standort. So könne die letzte innerstädtische Brache revitalisiert werde. Für die Erinnerung an ein freudiges Ereignis brauche es nicht die Aura eines historischen Ortes, erklärte Faber. Mit der Nikolaikirche gebe es zwar so einen Ort - die Friedliche Revolution könne aber ohnehin sehr viel mehr Denkmäler vertragen, weil es viele verschiedene Anschauungen und Sichtweisen auf das Ereignis gebe. Der Augenblick der Friedlichen Revolution lasse sich nicht vereinzeln: „Er hat 1000 Gesichter. Und für diejenigen, die die friedliche Revolution mit erlebt haben, ist das ohnehin nicht darstellbar.“ Insofern vertrage die Stadt auch ein abstraktes Denkmal.

mi/bm

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