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Lokales Freistaat plant Wohncontainer in Leipzig für 200 Asylbewerber - Info-Veranstaltung im November
Leipzig Lokales Freistaat plant Wohncontainer in Leipzig für 200 Asylbewerber - Info-Veranstaltung im November
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18:07 17.09.2014
Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge und Asylbewerber in einem Wohncontainer in Thüringen. Quelle: Marc Tirl/Archiv
Leipzig

"Die Zuständigkeit der Stadt ist allerdings extrem begrenzt", so Dubrau.

Es gehe lediglich um eine formale Anfrage, ob nach Baugesetz die Aufstellung von Wohncontainern an der Stelle zulässig sei. Im Februar hatte Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) Pläne für das Gelände an der Max-Liebermann-Straße bestätigt. Dort will Sachsen wegen der steigenden Flüchtlingszahlen eine Außenstelle der zentralen Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz eröffnen. Das Haus dort platzt aus allen Nähten, so dass es bereits zu Unruhen zwischen den Bewohnern gekommen war.

In einer Erstaufnahmeeinrichtung sei immer mit hoher Fluktuation der Bewohner zu rechnen, weil diese nach einer Übergangszeit in regionale Flüchtlingsheime umziehen sollen, sagte Dubrau. Die Malteser werden Betreiber in Leipzig sein und mit 70 Mitarbeitern die Betreuung der häufig von Kriegserlebnissen traumatisierten Menschen sein.

Zu den Aufgaben der Betreuer gehöre es, für die psychische Stabilität der Bewohner zu sorgen, sie bei Behördengängen zu unterstützen, aber auch Angebote in deutscher Sprache zu machen oder den Kindern in der Einrichtung Spielangebote zu unterbreiten, erklärte Dubrau weiter.

Die Dezernentin betonte, dass der Freistaat auch für die Information der Bürgerinnen und Bürger im Vorfeld des Baus zuständig sei. Die Stadt habe aber ein großes Interesse, dass das möglichst frühzeitig geschehe und werde an Bürgerforen teilnehmen. Die nächste Info-Veranstaltung ist im November geplant. Bisher hieß es, der Freistaat gehe von einer Erstbelegung in Leipzig ab Ende 2015 aus. In Gohlis-Nord soll perspektivisch Wohnraum für bis zu 500 Menschen entstehen.

Evelyn ter Vehn

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