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Lokales Freistaat unterstützt Neubau der Funkenburgbrücke in Leipzig
Leipzig Lokales Freistaat unterstützt Neubau der Funkenburgbrücke in Leipzig
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15:24 02.08.2017
Projektskizze mit Blick von der neuen Funkenburgbrücke entlang des Elstermühlgrabens.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Der Freistaat steuert 828.000 Euro für den Neubau der historisch bedeutsamen Funkenburgbrücke über den Elstermühlgraben in der Leipziger Thomasiusstraße bei. Am Mittwoch übergab Staatssekretär Hartmut Mangold einen entsprechenden Fördermittelbescheid an Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos). An der Brücke wird bereits seit März gearbeitet.

Der Neubau der Funkenburgbrücke kostet insgesamt etwa 1,2 Millionen Euro und ist Teil der Freilegung des vor 60 Jahre verrohrten Elstermühlgrabens auf einer Länge von 85 Metern zwischen Lessing- und Thomasiusstraße. Die Arbeiten sollen bis Ende des Jahres weitgehend abgeschlossen sein.

Funkenburgbrücke soll blau und rot leuchten

„Ich freue mich, dass ich heute an diesem geschichtsträchtigen Ort die Mittel für den Neubau der Funkenburgbrücke überreichen kann. Bereits im 12. Jahrhundert wurde der Elstermühlgraben für den Zweck des Hochwasserschutzes angelegt. Mit der bereits teilweise schon erfolgten Öffnung des Grabens wird auch im 21. Jahrhundert nicht nur dem Hochwasserschutz Rechnung getragen“, erklärte Mangold am Mittwoch. Zudem werde der neue Elstermühlgraben auch die Lebensqualität im Quartier aufwerten.

Für Baubürgermeisterin Dubrau ist Wasser ohnehin in Großstädten wir Leipzig von besonderer Bedeutung: „Wenn man künftig hier in der Thomasiusstraße auf einer Brücke stehen wird, wird man direkt ins Wasser blicken können. Und es wird auch möglich sein, ans Wasser hinunter zu gehen. Später werden wir die neue Funkenburgbrücke noch blau und rot beleuchten, wie man es an anderen Stellen des Elster- und Pleißemühlgrabens schon sehen kann.“

Tragische Bedeutung während der Völkerschlacht

Ursprünglich stand an selber Stelle bereits bis 1813 eine Überführung, die dann beim Rückzug von Napoleons Truppen nach der Völkerschlacht aus der Messestadt tragische Berühmtheit erlangte. Weil diese damals einzige Möglichkeit über die Elster zu gelangen viel zu früh gesprengt wurde, ertranken zehntausende französische Soldaten in Panik in den Fluten oder gerieten in Gefangenschaft.

Die neue Funkenburgbrücke soll 13 Meter lange Stahlbetonplattenbalken ohne Zwischenstützen beinhalten und auf insgesamt zehn Lagern ruhen. Die Fahrbahnen werden asphaltiert, die Gehwege erhalten Betonplatten als Untergrund. Neben den Verkehrswegen werden hierüber auch zahlreiche Versorgungsleitungen geführt – für Strom, Gas, Fernwärme, Trinkwasser sowie Telekommunikation.

Matthias Puppe

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