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Lokales Freizeit top, Sicherheit flop – so schneidet Leipzig im Regionen-Ranking ab
Leipzig Lokales Freizeit top, Sicherheit flop – so schneidet Leipzig im Regionen-Ranking ab
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11:58 18.05.2018
„Wo lebt es sich am besten?“ fragte die ZDF-Deutschlandstudie. Auch Leipzig wurde untersucht. (Archivbild) Quelle: LVZ-Archiv/Heinz
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Leipzig

Viel Erholungsfläche, schlechte Feinstaubwerte: Im deutschlandweiten Vergleich „Wo lebt es sich am besten?“ landet Leipzig laut einer aktuellen Studie im oberen Mittelfeld. Die Messestadt schafft es bei dem groß angelegten Regionen-Ranking des ZDF, das am Donnerstag veröffentlicht wurde, auf Rang 110. Untersucht wurden 401 Städte und Kreise in den drei Bereichen Arbeit und Wohnen, Freizeit und Natur, Gesundheit und Sicherheit mit bis zu 20 Unterkategorien.

Arbeit und Wohnen

In der Kategorie Arbeit und Wohnen schafft es Leipzig auf Platz 249. Besonders gut in dieser Rubrik ist mit Rang 13 die Bevölkerungsdynamik, also die Veränderung der Bevölkerungszahl zwischen 2010 bis 2015. In diesem Zeitraum wuchs Leipzig um etwa 65.000 Menschen auf knapp 568.000 Einwohner. Schlecht schneidet Leipzig bei der Schulabbrecherquote ab und landet auf Platz 400.

Freizeit und Natur

In Sachen Freizeit und Natur haben es die Messestädter überdurchschnittlich gut. Auf Rang 29 schafft es Leipzig in dieser Rubrik im Gesamtvergleich. Besonders hoch ist demnach der prozentuale Anteil der Erholungsfläche in der Stadt. Dafür gibt es Platz sieben. Auch die Zahl von Entleihungen in den Bibliotheken ist mit Platz 15 hoch. Nicht so gut sieht es hingegen bei der Waldfläche (Rang 373) aus. Sogar ein Schlusslicht bildet Leipzig laut der Auswertung: bei den Eheschließungen. Demnach wurden zwischen 2013 und 2015 pro 1000 volljährigen Einwohnern die wenigsten Trauungen durchgeführt.

Die Ergebnisse im Überblick: So schneidet Leipzig bei der ZDF-Deutschlandstudie ab. Quelle: ZDF

Gesundheit und Sicherheit

Nur im unteren Mittelfeld landet Leipzig bei der Kategorie Gesundheit und Sicherheit. Zwar gibt es pro 100 Einwohner wenig Übergewichtige (Rang 39). Allerdings schneidet die Messestadt vor allem bei den Gewaltverbrechen (Platz 376) und den Feinstaub-Jahresmittelwerten mit Platz 374 schlecht ab. Auch in Sachen Wohnungseinbrüche (Rang 355) und Kinderarmut (Rang 354) sieht es laut der Auswertung wenig rosig aus. Insgesamt reicht es in der Rubrik nur für Rang 276.

So schneiden Dresden, Chemnitz und Halle ab

Deutschlandweit sind die Unterschiede in der Lebensqualität der Regionen zwischen Nord und Süd größer als zwischen Ost und West. Zu diesem Ergebnis kommt die wissenschaftliche Studie, die im Auftrag des ZDF durchgeführt wurde. Das Gesamtranking wird angeführt von München mit 207 von 300 möglichen Punkten vor Heidelberg (205) und Starnberg (204). Auf Platz vier folgt Potsdam (203) als erste Stadt im Norden, Dresden ist auf Platz zwölf.

Auch eine andere ostdeutsche Stadt schafft den Sprung vor die Messestadt: Chemnitz ist mit Platz 98 noch in knapp den Top 100. Halle landet hingegen auf Rang 318, Erfurt auf 138, Magdeburg erreicht Platz 174.

Für die Erhebung des Regionen-Rankings zu den Lebensverhältnissen in Deutschland hat das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos amtliche Statistiken ebenso ausgewertet wie Daten zu Grundbedürfnissen wie Gesundheit, Wohnen, Versorgung, Arbeit, Sicherheit oder Freizeit. Subjektive Einschätzungen etwa mit Hilfe von Befragungen seien bewusst nicht einbezogen worden, erklärte Prognos.

Von Josephine Heinze

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