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Lokales Friedensfenster in Leipziger Thomaskirche erinnert an 1989
Leipzig Lokales Friedensfenster in Leipziger Thomaskirche erinnert an 1989
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17:38 11.10.2009
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„Wir wollen auch einen Beitrag dazu leisten, dass zeitgenössische Kunst einen Platz im sakralen Raum bekommt“, sagte der Pfarrer der Thomaskirche, Christian Wolff.

Das in Rot-Tönen gestaltete abstrakte Werk reiht sich in eine Gruppe von Fenstern in der Thomaskirche ein, die an ein spezielles Ereignis oder eine Person erinnern. Dazu gehört ein heute umstrittenes „Kriegergedächtnisfenster“ von 1929, das an die deutschen Soldaten des ersten Weltkriegs erinnert. „Das Friedensfenster ist das Pendant dazu: Es soll zeigen, dass sich die Haltung der Kirche zu Krieg und Frieden geändert hat“, sagte Pfarrer Wolff.

Der Entwurf des 1971 in Bergisch-Gladbach geborenen erweitert den Kirchenraum ins Freie. „Ich habe mich für einen Kontrast aus leuchtenden Farben und scharfen Formen entschieden. Die gotischen Säulen der Kirche finden sich in den aufstrebenden Elementen des Fensters wieder“, so Schnell.

Neben der Einweihung des Fensters wurde die "Friedens-Kantate" der Komponistin Ann Gebuhr aus Houston von Amici Musicae unter der Leitung von Ron-Dirk Entleutner und dem Jugendsinfonieorchester der Musikschule Leipzig uraufgeführt. Reverend Robert Moore und Pfarrer Christian Wolff hielten eine zweisprachige Dialogpredigt halten.

Am Wochenende hatten sich Rotarier in Leipzig zu einer Friedenskonferenz getroffen. Veranstaltet wurde das Treffen vom deutschen Distrikt 1880, zu dem auch die sächsischen Clubs gehören, sowie vom US-Distrikt 5890, zu dem die Vereinigung in der texanischen Stadt Houston zählt.

Hintergrund: Rotarier aus der Leipziger Partnerstadt Houston haben, 80 000 Euro für das Friedensfenster gespendet.

Rotary ist eine Organisation, die sich dem Dienst am Mitmenschen widmet und den Frieden fördert. Weltweit gibt es 28 000 Clubs mit zusammen 1,2 Millionen Mitgliedern. 

jap, LVZ-Online/mi

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