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Lokales Friedensgebete und Montagsdemos: Stationen im Leben von Pfarrer Christian Führer
Leipzig Lokales Friedensgebete und Montagsdemos: Stationen im Leben von Pfarrer Christian Führer
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16:06 30.06.2014
Niolaikirchenpfarrer Christian Führer starb am Montag im Alter von 71 Jahren. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Von dort nahmen die Montagsdemonstrationen ihren Ausgang, die das Ende der DDR einläuteten. Stationen eines bewegten Lebens:

geboren am 5. März 1943

in Leipzig, aufgewachsen mit zwei Schwestern im Pfarrhaus Langenleuba-Oberhain (Sachsen);

1961

: Abitur in Eisenach;

1966

: Theologisches Staatsexamen an der Karl-Marx-Universität Leipzig;

1968

: Ordination in Lastau, Einsetzung als Pfarrer in Lastau und Colditz (Sachsen), seit 1968 verheiratet, vier erwachsene Kinder, neun Enkelkinder;

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1980

: Berufung an die Stadt- und Pfarrkirche St. Nikolai Leipzig; Pfarrer in der Gemeinde St. Nikolai- St. Johannis;

1981

: Friedensdekade in der Nikolaikirche eingeführt; daraus erwachsen ab 1982 regelmäßig Friedensgebete (montags 17 Uhr), die in die gewaltfreien Demonstrationen des Herbstes 1989 münden;

nach 1989

: Fortführung der Friedensgebete - unter anderem zu den Golf-Kriegen, zum Tschetschenien-Krieg, Balkan-Krieg, Irak-Krieg (einschließlich Mahnwachen und Mon- tagsdemonstrationen); Aktionen gegen Arbeitslosigkeit und Betriebs- schließungen;

1991-2011:

zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter 1995 das Bundesverdienstkreuz, zusammen mit 27 Personen aus der ehemaligen DDR in Würdigung der Friedlichen Revolution;

31. März 2008:

Ende der Dienstzeit.

24. Juni 2014

: Verleihung des Deutschen Nationalpreises für die Verdienste rund um die Leipziger Montagsdemonstrationen

30. Juni 2014:

Führer verstirbt mit 71 Jahren an den Folgen einer schweren Lungenkrankheit in Leipzig

dom

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