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Lokales Frühere Löwenbäckerei wird abgerissen
Leipzig Lokales Frühere Löwenbäckerei wird abgerissen
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23:59 09.02.2015
Gleich neben dem Brauhaus "Zum Kaiser Napoleon" führt ein geschlemmter Weg zur alten Löwenbäckerei (links hinten), die in Kürze abgerissen wird. Quelle: André Kempner

Die befindet sich in der Russenstraße 3 - gleich neben der historischen Gasthofbrauerei "Zum Kaiser Napoleon".

Der in Schweden ansässige Baukonzern NCC - größter Projektentwickler für Wohnimmobilien in Deutschland - will das 7500 Quadratmeter große Areal neu gestalten. Laut Frank Schwennicke, NCC-Regionalleiter für Sachsen, sollen nach dem Abriss der Bäckereigebäude zwischen 22 und 25 Reihen- und Doppelhäuser an diesem Ort entstehen. "Wie viele es genau werden und was sie kosten, hängt vom städtebaulichen Konzept ab. Das wird gegenwärtig gemeinsam mit der Stadt Leipzig und drei hiesigen Architektur- und Planungsbüros entwickelt", erklärt er.

Auf alle Fälle solle zeitnah eine kleine Wohnsiedlung entstehen, die sich gut in die Umgebung im Leipziger Südosten einpasst. "Der Verkaufsstart ist für das zweite Quartal 2015 vorgesehen, der eigentliche Baubeginn der Häuser folgt im Herbst dieses Jahres", kündigt Schwennicke an.

Wie berichtet, war die Löwenbäckerei mit ihren beiden Leipziger Standorten in der Zschortauer und Russenstraße im Dezember 2012 geschlossen worden. Damit ging eine mehr als 300-jährige Tradition zu Ende. Ein Vorläufer des Betriebs, der zuletzt 250 Mitarbeiter zählte, war 1711 in Leipzig gegründet worden. 1946 wurde das seinerzeit "Stern-Brot" heißende Unternehmen verstaatlicht und hieß fortan VEB Leipziger Brotfabrik. Ab 1969 gehörte es zum VEB Backwarenkombinat Leipzig. 1990 unter dem Name Löwenbäcker privatisiert, rutschte der Großbetrieb samt Zweigwerken in Dresden, Weimar und Chemnitz später wiederholt in die Insolvenz. Das endgültige Aus ausgelöst hatte ein Hygiene-Skandal beim Eigentümer - der Müller-Brot AG aus Neufahrn in Bayern. Auch dieses Mutterhaus überlebte nicht.

Neben der Siedlung in der Russenstraße plant NCC derzeit auch acht Doppelhäuser Am Lindenhof in Connewitz. Dort wird für Ende Februar die Baugenehmigung erwartet, so dass die ersten Vorbereitungsarbeiten und der Verkauf voraussichtlich im März starten, fuhr der Regionalleiter fort. Im Bau befinden sich bereits 14 Häuser am Rande der Südvorstadt (in der Windscheidstraße neben dem Lidl-Markt) und weitere 26 Häuser in Taucha (Manteuffelstraße).

Die Wohnsiedlung Steyberweg/An der Querbreite in Eutritzsch war das zuletzt erfolgreichste NCC-Projekt in Leipzig. Sie wird Ende 2015 fertiggestellt sein. Von den dort 49 neu gebauten Häusern steht nur noch eines zum Verkauf. Auch ein Musterhaus für alle NCC-Interessenten findet sich an diesem Standort, so Schwennicke. "Als großes Unternehmen errichten wir alle Häuser komplett selbst - und zwar schlüsselfertig." Im vergangenen Jahr konnte das Unternehmen 53 Häuser allein in Leipzig verkaufen sowie 37 an Leipziger Familien übergeben. Damit war 2014 das erfolgreichste Jahr für NCC seit Beginn der Bautätigkeit 2004 in der Messestadt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.02.2015

Rometsch, Jens

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