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Lokales Frühling treibt Leipziger ins Freie – Schwerverletzte bei Unfällen
Leipzig Lokales Frühling treibt Leipziger ins Freie – Schwerverletzte bei Unfällen
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21:45 03.04.2016
Zum ersten warmen Frühlingstag strömten zahlreiche Leipziger ins Freie, unter anderem auf die Sachsenbrücke   Quelle: Kempner
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Leipzig

 Zahlreiche Leipziger haben den Sonntag bei frühlingshaften Temperaturen an der frischen Luft verbracht. In windstillen Ecken wurde es dabei bis zu 22 Grad warm, sagte Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst. Naherholungsgebiete wie Cossi, Kulki, oder der Clara-Zetkin-Park waren dicht bevölkert. Die Sachsenbrücke war bereits am Abend zuvor bis tief in die Nacht belebt. Der Rekord an einem 3. April sei indes nicht erreicht worden, so Engelmann. 2014 zeigten die Thermometer an diesem Tag in Leipzig sogar 23,6 Grad an.

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Bis zu 22 Grad zeigten die Thermometer am Sonntag in Leipzig. Die warmen Temperaturen lockten die Menschen ins Freie.

Auf dem Fichtelberg ging am Sonntag der letzte Skitag der Saison zu Ende – bei Temperaturen von knapp 14 Grad. Rund 25 Zentimeter Kunstschnee lagen auf den Pisten – die letzten Reste des Winters: „Ein paar Wintersportler haben die Möglichkeit noch einmal genutzt“, sagte der Geschäftsführer der Fichtelberg-Schwebebahn, René Lötzsch.

Auch am Montag und Dienstag bleibt es warm. In der Nacht zu Mittwoch wird dann eine Kaltfront erwartet, die die Temperaturen auf 15 Grad sinken lässt. Für nächstes Wochenende erwartet der DWD dann nur noch 10 Grad.

Ein Toter und mehrere Schwerverletzte bei Unfällen

Mit den warmen Temperaturen begann auch für viele Motorradfahrer in Sachsen die Saison. Nach Auskunft von Markus Löffler vom ADAC werden Anfang April die meisten Saisonkennzeichen aktiv. Der Experte mahnte, es gerade in den ersten Tagen langsam angehen zu lassen und sich vorsichtig „einzurollen“. „Nach dem Winter ist man zwangsläufig ein wenig aus der Übung“, betonte Löffler. Mit den steigenden Temperaturen nehmen erfahrungsgemäß auch die Unfallzahlen wieder zu.

Am Wochenende gab es in Sachsen mehrere Unfälle: Auf der Bundesstraße von Kodersdorf nach Niesky in Ostsachsen endete ein Überholmanöver für einen Motorradfahrer am Sonntag tödlich. Der 62-Jährige stieß mit einem entgegenkommenden Auto zusammen und erlag noch am Unfallort seinen Verletzungen, wie die Polizei in Görlitz mitteilte.
In Bautzen wurde am Samstag ein 46-jähriger Biker bei einem Sturz schwer verletzt worden. Der Mann hatte gemeinsam mit einem vor ihm fahrenden Auto zum Überholen angesetzt, als der Wagen plötzlich bremste. Der Zweiradfahrer bremste ebenfalls stark und stürzte. Im erzgebirgischen Zschorlau stießen ein 23-Jähriger und ein 26-Jähriger mit ihren Motorrädern zusammen - der jüngere Fahrer wurde schwer verletzt.

Trend zum Motorrad

Nach Angaben des Verkehrsministeriums gab es im vergangenen Jahr insgesamt 1810 Verunglückte bei Motorradunfällen im Freistaat – 2014 waren es mit 1831 noch etwas mehr. Die Zahl der getöteten Biker blieb mit 36 konstant. Etwa 630 Motorradfahrer wurden schwer, knapp 1150 leicht verletzt. Zu Beginn des Jahres 2016 waren im Freistaat rund 163.700 Krafträder zugelassen.

Der ADAC Sachsen verbucht einen Trend zum Motorradfahren. Auf der einen Seite gibt es viele Jugendliche, die für das Modellprojekt „Moped mit 15“ schon vor ihrem 16. Geburtstag auf das Zweirad steigen. „Auf der anderen Seite entdecken Ältere das Motorrad als Wiedereinsteiger, wenn die Kinder schon groß sind“, so Löffler.

Zum Schutz der Biker wurde laut Verkehrsministerium im Vorjahr auf insgesamt 1290 Metern ein sogenannter Unterfahrschutz an Leitplanken angebracht. Fahrbahnbegrenzungen ohne diesen Schutz werden für stürzende Motorradfahrer nicht selten zur tödlichen Falle. Insgesamt wurden bisher 14,5 Kilometer Straße im Freistaat zusätzlich auf diese Weise gesichert, vor allem an Unfallschwerpunkten. Dafür flossen nach Ministeriumsangaben rund 400.000 Euro.

(mit dpa)

Von chg

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