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Lokales Frust in der Wurzner Straße in Leipzig - Anwohner kritisieren fehlende Sanierung
Leipzig Lokales Frust in der Wurzner Straße in Leipzig - Anwohner kritisieren fehlende Sanierung
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23:59 04.10.2013
Aktuell wird zwischen Dresdner und Torgauer Straße saniert. Quelle: André Kempner

Ständig werde nur in Teilbereichen notdürftig geflickt, statt die Wurzner grundsätzlich neu zu positionieren und die gesamte Trasse herzurichten.

Autofahrer klagen, sie müssten sich ständig neu auf Umleitungen jeder Art einstellen. "Seit Jahren wird gestückelt, statt einmal in einem großen Rutsch sämtliche Ausbesserungsarbeiten in der Trasse vorzunehmen", so der Tenor. Das städtische Verkehrs- und Tiefbauamt plane schlecht und versäume es, die Bautermine ordentlich zu koordinieren.

Andere bemängeln, die meisten Arbeiten an der Trasse würden nur den Gleisanlagen der Straßenbahn gelten - für die Fahrbahnen und damit für die Autofahrer geschehe viel zu wenig. "Warum wird nicht mehr für die vielen Autofahrer in der Wurzner getan?", wird gefragt.

Ungewöhnlich scharfe Kritik gibt es auch an den Umleitungen, die wegen der ständig neuen Flickarbeiten ausgeschildert werden. Diese würden nur mit minimalem Aufwand vorgenommen; immer wieder werde an stärkeren Eingriffen wie die Änderung von Vorfahrten und das Aufstellen mobiler Ampeln gespart, obwohl täglich tausende Autofahrer auf den Umleitungen unterwegs seien. Die Autokolonnen würden sich dadurch immer wieder unnötig auf den Umleitungsstrecken stauen. "Wir Autofahrer werden in der Wurzner Straße seit Jahren über Gebühr belastet", heißt es. "Wann wird sich das endlich einmal ändern?"

Das Verkehrs- und Tiefbauamt (VTA) weist die Vorwürfe zurück. Die Wurzner habe eine Länge von 2,4 Kilometern und sei deshalb "sehr vielschichtig", heißt es. "Auf der gesamten Länge befinden sich Gleisanlagen der Straßenbahn, an vier Stellen wird die Straße von Eisenbahnüberführungen gequert; außerdem liegen Leitungen der Kommunalen Wasserwerke und verschiedener anderer Versorgungsunternehmen unter den Verkehrsflächen", sagt dort Sprecher Christoph Bock. Die Folge: Viele Bauaktivitäten der vergangenen Jahre wurden von verschiedenen Bauherren geplant und durchgeführt. Doch Bock betont auch, dass alle von den Bauherren vorgeschlagenen Straßensperrungen und Umleitungen in seiner Behörde geprüft werden. Daran sei auch die städtische Sperrkomission beteiligt, "in der ja unter anderem auch Polizei und LVB mit entscheiden". Die Stadt habe dann im Vorfeld über die Eingriffe informiert und "mehrere Informationsveranstaltungen" organisiert. Damit sei "Verständnis" für die unvermeidbaren Einschränkungen geweckt worden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.10.2013

Andreas Tappert

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