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Lokales Fünf Millionen Euro für Leipzigs Sportbäder - Sommerbad Südost wird nicht geschlossen
Leipzig Lokales Fünf Millionen Euro für Leipzigs Sportbäder - Sommerbad Südost wird nicht geschlossen
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22:56 20.04.2011
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Leipzig

Danach fließen bis 2013 jährlich fünf Millionen Euro Haushaltsmittel an die Gesellschaft. "Eine große Erleichterung, wir wissen jetzt, dass wir handeln können", sagte Geschäftsführer Joachim Helwing. Das Sommerbad Schönefeld bekommt ab 2012 eine Verjüngungskur: Kleiner, kostengünstiger, familienfreundlich, so lautet das Ziel. Vom Tisch ist nach zahlreichen Protesten die Schließung des Sommerbads Südost.

Voraussichtlich ab Juni darf auch im Sommerbad Südost wieder gebadet werden. In den letzten Jahren gehörte es zu den am schwächsten genutzten Sommerbädern der Stadt. Nur 14.000 statt der durchschnittlich 30.000 Besucher kamen ins Bad am Stötteritzer Wäldchen. Jetzt soll das Bad mit der Summe an Betriebskosten aufrecht erhalten werden, die während der Bauphase bis 2014 in Schönefeld nicht gebraucht wird.

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Die Grünen hatten einen entsprechenden Antrag vorgelegt, der in díe Beschlussvorlage integriert wurde. "Die Verwaltung ist lernfähig", kommentierte Michael Schmidt, familienpolitischer Sprecher von Bündnis 90/Die Grünen. Schmidt kritisierte insgesamt die Geben-und-Nehmen-Haltung von Stadt zu SBL: Einerseits habe Leipzig die Gesellschaft in den vergangenen Jahren zu Investitionen gedrängt. Andererseits müsse der Kredit für die Schwimmhalle an der Antonienstraße (Elsterbad) nun getilgt werden: "Das belastet die SBL jährlich mit 700.000 Euro." Fünf Millionen Euro reicht Leipzig nun bis 2013 jährlich an die SBL durch.

"Ein knapper Etat", urteilte Margitta Hollick von den Linken und erinnerte, dass die Stadt 2010 rund eine Millionen Euro Zuschuss nachträglich an Mehrbedarf ausgeben musste. Die Bäder seien aber unbedingt für die Vielnutzer wie Familien und Hortgruppen zu erhalten. Deshalb unterstützten die Linken den Antrag der Grünen, den Umbau des Sommerbads Schönefeld zum Familien- und Freizeitbad als festes Ziel in der Verwaltungsvorlage zu verankern. Mit einer Ausnahme: Jens Herrmann (Linke) sieht die Attraktivität des Schönefelder Bades in Gefahr, "wenn die Wasserflächen verkleinert werden."

"Das Schreberbad hat gezeigt, dass das nicht der Fall sein muss", sagte Joachim Helwing auf Anfrage. Im Gegenteil: Wenn das Drumherum stimme, steige die Attraktivität des Bades. Mit einem kleineren Becken, so hatte Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes im Vorfeld skizziert, könne man Betriebskosten sparen. Insgesamt beziffert die stadteigene Beratungsfirma BBVL das Sparpotenzial auf rund 150.000 Euro jährlich, wenn 500.000 Euro investiert würden.

Die Sanierung im Sommerbad Schönefeld wird durch Eigenmittel der Sportbäder GmbH plus einem städtischen Zuschuss finanziert. "Natürlich wissen wir noch nicht, was das kosten wird", so Helwing. Im Herbst soll der Stadtrat einen Vorschlag bekommen, welche Umbauarbeiten genau Schönefelds Sommeroase besser und schöner machen werden. In dieser Saison wird die Sanierung also erstmal vorbereitet, das Bad im Leipziger Nordosten bleibt offen.

Evelyn ter Vehn

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