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Lokales Für Anbindung an den Leipziger Hauptbahnhof werden weitere Millionen verbaut
Leipzig Lokales Für Anbindung an den Leipziger Hauptbahnhof werden weitere Millionen verbaut
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12:59 07.12.2017
Rings um den Leipziger Hauptbahnhof sind weiter große Baumaßnahmen im Gange. Unter anderem sollen Schallschutzwände entstehen.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 8 (VDE) auf der Strecke zwischen Nürnberg und Berlin startet in Leipzig in eine weitere Bauphase. Nachdem in einem ersten Bauabschnitt seit 2012 sechs Gleise kurz vor- und im Hauptbahnhof für Schnellzüge komplett erneuert wurden, wird nun der Bereich zwischen Rackwitzer Brücke und Leipziger Messe in Angriff genommen. Bis 2020 werden die Bauarbeiten andauern, dann sollen ICE mit bis zu 160 Kilometer pro Stunde an den Hauptbahnhof heranfahren können. Bislang waren hier durch eine veraltete Streckenführung nur Geschwindigkeiten von etwa 80 „Sachen“ möglich. Die Deutsche Bahn verspricht sich durch die Umbaumaßnahmen eine erhebliche Zeiteinsparung deutschlandweit. Im Jahr 2018 sollen Bahnreisende in unter vier Stunden von München nach Berlin gelangen. Heute braucht der ICE dafür noch mindestens sechs Stunden. Der Knotenpunkt Leipzig spielt bei diesen Planungen eine wichtige Rolle.

Wie Bahn-Sprecher Frank Kniestedt erläuterte, werden allerdings nicht nur die Schienen erneuert, sondern es entsteht gleichzeitig ein neuer Haltepunkt für den Nahverkehr. An der Essener Straße soll bis 2018 ein zweigleisiger Haltepunkt für S- und Regionalbahnen entstehen, die über Delitzsch nach Magdeburg fahren. Bis 2019 ist in einem weiteren Bauabschnitt eine ähnliche Bahnstation auch an der Mockauer Straße geplant, wo die Züge Richtung Erfurt entlangfahren. „Mit diesen Maßnahmen garantieren wir eine sehr gute Verkehrsanbindung für den Leipziger Norden“, erklärt Projektleiter Michael Menschner. Gleichzeitig würden Anwohner durch Schallschutzmauern auf über vier Kilometern vor Lärmbelästigungen abgeschirmt.

Während der Bauarbeiten wurden mehrere alte Stellwerkhäuschen abgerissen, die bereits seit einigen Jahren leer standen. Unter den abgerissenen Objekten befand sich auch das älteste Stellwerk der Stadt, das 1889 erbaut wurde. Es war allerdings schon vor über zehn Jahren stillgelegt worden und verfiel seitdem zusehends. „Seit den 1990er-Jahren hat die Bahn sukzessive alle mechanischen Stellwerke außer Betrieb genommen. Das letzte ging hier 2004 vom Netz“, sagt Menschner. Künftig werden auf der gesamten Strecke nach modernen europäischen Richtlinien Sicherheitssysteme eingesetzt, die einen Zug automatisch bremsen können, wenn er zu schnell fährt.

Der nun begonnene zweite Bauabschnitt kostet etwa 220 Millionen Euro. Bislang liege man ohne große Probleme im Zeitplan, versichert Menschner. Auch für den Straßenverkehr entlang der Baustelle soll es keine Behinderungen geben. Ab Dezember 2017 soll sich die erwünschte Zeiteinsparung dann im Schienenverkehr bemerkbar machen.

Details inklusive neuem Film sind im Bahn-Infocontainer auf Gleis 24 zu sehen.

Von Jonas Nayda

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