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Lokales Fukushima-Jahrestag: Leipziger gedenken der Opfer von Tsunami und Atom-Gau
Leipzig Lokales Fukushima-Jahrestag: Leipziger gedenken der Opfer von Tsunami und Atom-Gau
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16:46 11.03.2012
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Unter dem Motto „Fukushima gedenken – Atomkraft abschalten“ erinnerten zahlreiche Redner an die Ereignisse im letzten Jahr und mahnten einen schnellst möglichen Ausstieg aus der Risikotechnologie Atomkraft an. Punkt 14.46 Uhr schwiegen auf dem Marktplatz die Menschen mit Kerzen in der Hand und gedachten der 15.800 Menschen, die bei der gewaltigen Flutwelle vor einem Jahr ums Leben kamen.

Leipzig. Rund hundert Atomkraft-Gegner versammelten sich am Sonntagnachmittag auf dem Leipziger Marktplatz zu einer Mahnwache. Ein Aktionsbündnis aus Parteien und Naturschutzverbänden hatte aufgerufen, am Jahrestag des gewaltigen Erdbebens in Japan, das einen Tsunami und den Atom-Gau von Fukushima auslöste, der Opfer zu gedenken.

Auf dem Plakat von Siegrid Bohne und Henrike Sommer steht groß und deutlich: „Spielt nicht mit unserer Zukunft!“ Für die beiden Mädchen ist es wichtig, ein Signal gegen Atomkraft zu setzen. Die 14-jährige Schülerin Siegrid Bohne war schon in Gorleben und Dresden auf Anti-AKW-Kundgebungen dabei, in Berlin hat die Tochter eines Biobauern gegen Gentechnik protestiert. Henrike Sommer ist seit knapp zwei Jahren Atomkraft-Gegnerin. „Seit Fukushima hat sich nicht so viel geändert“, sagt sie. „Es gibt auch immer noch kein sicheres Endlager für den Atommüll in Deutschland“, so die 17-Jährige aus Leipzig.

Maria Trunk, Studentin der Japanologie an der Universität Leipzig, erinnert in einem Redebeitrag an den Tag vor einem Jahr. „Fukushima war die Geburtsstunde der Antiatomkraft-Bewegung in Japan. Seitdem wächst der Protest der Japaner. Allein in Tokio gehen 20.000 Menschen auf die Straße und fordern Hilfe von der japanischen Regierung.“

Unter den Protestierenden ist auch Antje Hermenau, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Sächsischen Landtag, die eigentlich zur Eröffnungsfeier der Woche der Brüderlichkeit in Leipzig weilte: „Wir gedenken der Japaner, die alles verloren haben und noch immer in Sammellagern leben müssen. Ich finde diesen Heimatverlust sehr schlimm. Solarkraft hinterlässt keinen Gau!“

Regina Katzer

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