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Lokales Fußgängertunnel zum Hauptbahnhof Leipzig: Linke und CDU pochen auf Barrierefreiheit
Leipzig Lokales Fußgängertunnel zum Hauptbahnhof Leipzig: Linke und CDU pochen auf Barrierefreiheit
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14:58 19.11.2013
Neun Stufen im Fußgängertunnel von der City zu den Promenaden Hauptbahnhof werden zur Hürde - CDU und Linke fordern Barrierefreiheit. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Bereits zur Eröffnung der Querung im August war die Schwachstelle aufgefallen: Ein Höhenunterschied von 1,70 Meter ist nur über neun Stufen zu überwinden. Jetzt fordert die Ratsfraktion „Die Linke“ erneut: Eine Rampe oder ein Aufzug müssen dringend gebaut werden.

Der Antrag soll im Dezember-Stadtrat verhandelt werden. Wer das Milliardenprojekt Citytunnel durchziehe, „muss dies bis zum Ende durchhalten und Behinderte und Familien mit Kinderwagen nicht am wichtigsten Verkehrsknotenpunkt der Stadt auf der Strecke lassen“, teilte die Fraktion am Dienstag mit. Per Ratsvotum soll die Stadt nun aufgefordert werden, „zeitnah nach der Inbetriebnahme des Citytunnels“ eine Lösung umzusetzen. Dazu soll sich die Verwaltung mit der Deges Berlin als Projektsteuerer des Citytunnels, der Deutschen Bahn und dem ECE-Centermanagement an einen Tisch setzen. Dabei soll es dann auch um die mögliche Kostenteilung gehen.

„Kein Geld da“ – Verwaltung lehnt Nachrüstung des Tunnels ab

Im August wurde der neue Fußgängertunnel zum Hauptbahnhof eröffnet. Quelle: André Kempner

Die Verwaltung signalisierte im Bauausschuss bereits, dass sie eine Nachrüstung des Tunnels ablehne. „Etwas Schriftliches dazu kenne ich nicht. Aber der Hauptgrund ist natürlich, dass im Moment kein Geld dafür da ist“, sagte Sabine Heymann von der CDU-Fraktion gegenüber LVZ-Online. Der Tunnel sei ein Bauwerk der Stadt. Die Lage am Hauptbahnhof hält aber auch Heymann auf Dauer für kritisch. Natürlich gebe es einen barrierefreien Zugang: „Aber der führt oberirdisch über die LVB-Gleise. Für Rollatorfahrer ist das im Winter nicht gerade ein Vergnügen“, so Heymann.

CDU fordert Experten für barrierefreies Bauen

Die Christdemokraten hatten als Reaktion auf die Fußgängertunnel-Misere schon im September im Stadtrat beantragt, künftig einen Sachkundigen für barrierefreies Bauen in den Ausschuss Stadtentwicklung und Bau zu berufen. Damit soll auch verhindert werden, dass Abweichungen von der Barrierefreiheit in der Planung neuer Bauten durchrutschen. Siegfried Schlegel von den Linken weist Argumente der Stadt zurück, dass der Fachausschuss oder der Behindertenbeirat nicht rechtzeitig reagiert hätten: In Lageplänen, die den Gremien vorlagen, seien die Höhenunterschiede nicht erkennbar gewesen.

Die rund 150 Meter lange und neun Millionen Euro teure Querung unter dem Willy-Brandt-Platz wurde im August eröffnet und soll über Rolltreppen, Aufzug und Treppen die Stadt mit der Citytunnel-S-Bahn, den Bahnsteigen der LVB und der Einkaufsmeile im Hauptbahnhof verbinden.

Fotorückblick:

Evelyn ter Vehn

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