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"Gaffee zum Loofn" - Kuriose Leipzig-Souvenirs sorgen bei Besuchern für bleibende Erinnerung

"Gaffee zum Loofn" - Kuriose Leipzig-Souvenirs sorgen bei Besuchern für bleibende Erinnerung

Pralinen in Form von Orgelpfeifen, Johann Sebastian Bach als Räuchermännchen oder die Thomaskirche als Plätzchenausstecher - was Souvenirs der Messestadt angeht, können die jährlich rund 65 Millionen Besucher, die nach einer bleibenden Erinnerung suchen, auf ein breites und überaus kreatives Sortiment zurückgreifen.

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Präsentation der neuen Souvenirs “KaffeeSachsen“ in der Tourist-Information in Leipzig.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Dabei sind die Vorlieben der Gäste oft höchst unterschiedlich.

„Japaner mögen es besonders bunt und kitschig, je bunter desto besser", verrät Helke Rubitzsch, Geschäftsführerin vom Thomasshop an der Thomaskirche und deutet auf eine Taschenuhr mit Bach-Emblem und ein Miniatur-Kaffee-Geschirr. „Meist decken sie sich gleich komplett mit Geschenken ein. Da wird ein Artikel auch gerne 20 bis 30 Mal gekauft", hat Rubitzsch erlebt. Auch T-Shirts mit Bach-Motiv seien gerade bei Japanern und Amerikanern sehr beliebt. Mit einem Unterschied: „Weil die Japaner sehr zierlich sind, kaufen sie oft Kindergrößen während wir für die Amerikaner die Größe XXXL ins Programm genommen haben", erklärt die Geschäftsführerin. Deutsche bevorzugten was Souvenirs und Geschenke angeht dagegen eher den klassischen Bereich. „Viele greifen in der Regel zu CDs, Postkarten oder Büchern."

Komponisten-Quartett und Kettenanhänger aus Fensterglas der Thomaskirche

Unter den rund 400 Artikeln des Thomasshops finden sich neben Klassikern wie Stofftaschen, Bechern oder Regenschirmen mit Bach-Kopf oder Noten auch Kuriositäten, wie das Komponisten-Quartett, das Komponisten-Memory oder eigens entworfene Kreationen wie Kettenanhänger, die aus dem Glas des Friedensfensters der Thomaskirche gefertigt sind.Bei allen Nationalitäten gleichermaßen beliebt ist das Regal mit Süßigkeiten, in dem sich Schokolade an Pralinen- und Trüffelkompositionen reiht. „Naschen geht immer. Am beliebtesten sind die mit Kaffee-Nougat gefüllten Orgelpfeifen", sagt Rubitzsch. Rund 2000 Packungen gehen davon pro Jahr im Thomasshop über den Ladentisch.

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Leipzig. Pralinen in Form von Orgelpfeifen, Johann Sebastian Bach als Räuchermännchen oder die Thomaskirche als Plätzchenausstecher - was Souvenirs der Messestadt angeht, können die jährlich rund 65 Millionen Besucher, die nach einer bleibenden Erinnerung suchen, auf ein breites und überaus kreatives Sortiment zurückgreifen. Dabei sind die Vorlieben der Gäste oft höchst unterschiedlich.

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Nebenan im Museums-Shop des Bach-Archivs laufen die Vorbereitungen für die neue Souvenir-Weihnachtskollektion, die ab Montag das Regal neben Topflappen, Radiergummis, Schürzen und Halstüchern mit der Handschrift Bachs zieren soll. „Wir haben festgestellt, dass Bach Raucher war und für die Weihnachtskollektion zusammen mit einer Firma aus dem Erzgebirge ein Bach-Räuchermännchen entwickelt", sagt Clemens Buchwald, Sprecher des Bach-Archivs lächelnd. Ebenfalls neu in diesem Jahr sind ein Plätzchenausstecher in Form der Thomaskirche und ein Weihnachtsbaum-Anhänger mit den Initialen Bachs wahlweise in Nußbaumholz- oder Metallausführung. „Für alle Bachliebhaber wird es in Zukunft unerlässlich sein, das Siegel an ihrem Weihnachtsbaum zu haben", schmunzelt Geschäftsführer Dettloff Schwerdtfeger. „Vielleicht entschließt man sich ja auch in der Thomaskirche, bei uns ein Sortiment der Bachanhänger für den Weihnachtsbaum zu bestellen."

"Gaffee zum Loofn" und "Ä Schälchen Heeßn"

In der Leipziger Tourist Information (TI) setzt man seit Freitag auf „Gaffee zum Loofn" und „Ä Schälchen Heeßn", die sächsische Antwort auf „Coffee to go". Entworfen haben die siebenteilige "KaffeeSachsen"-Kollektion aus Kaffeebechern, Frühstücksbrettchen, zwei Kaffeesorten, einer Backmischung für den sächsichen Kultkuchen Eierschecke und einer Tasche in „dschiddschoriengrien" - oder giftgrün - die Hamburgerin Susanne Schulz und die Leipziger Grafikerin Doreen Beuthner. „Mir ist aufgefallen, dass ich mit dem Sächsischen aufgewachsen bin. Meine Oma in Hamburg hat schon immer Bliemchenkaffee und Gemietlichkeit gesagt", verrät Schulz. Genau diese Gemütlichkeit, die sie vor vier Jahren nach ihrem Umzug nach Leipzig erfahren hat, drückt die 42-Jährige nun auf Bechern und Brettchen mit lustigen Sprüchen wie „Nich gläggorn" aus.Sächsische Mundart ziert auch die T-Shirt-Kollektion der Tourist Information: „Modschegiebchn. Mir wissen was´s is" oder „Echter Leipziger. Sie dürfen mich fotografieren" sind laut Leiter Jörg Hartwich absolute Renner. Für Oppossum Heidi sieht es dagegen schlechter aus. Während Stars wie Elvis Presley oder Michael Jackson posthum mehr verdienen als zu Lebzeiten, ebbt das Geschäft mit der Beutelratte nach ihrem Tod langsam ab. Davon können Messemännchen und Co. nur profitieren.

Stefanie Buessing

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