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Lokales Gasometer Nord strahlt in frischem Glanz – Nutzung des Industriedenkmals noch unklar
Leipzig Lokales Gasometer Nord strahlt in frischem Glanz – Nutzung des Industriedenkmals noch unklar
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19:42 08.07.2013
Die Fassade des Gasometers in der Roscherstraße wurde saniert. Quelle: Armin Kühne
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Leipzig

Die Stadtwerke Leipzig planen weitere Restaurierungen an der Kuppel und im Inneren. Für die Nutzung des Baus werden allerdings noch Investoren gesucht.

Seit Oktober vergangenen Jahres besserten Fachleute das Mauerwerk aus, erneuerten die 94 Fensterbänke, verputzten den Sockel und reinigten die Fassade am Gasometer Nord. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Das Industriedenkmal ist nun von außen wieder sicher und hat seinen alten Charme zurück“, sagte Raimund Otto, Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke, gegenüber LVZ-Online. Im ehemaligen Gasübergabestationshäuschen wurde eine kleine Ausstellung mit Informationstafeln zur historischen Gasherstellung und der Geschichte des Gebäudes eingerichtet.

Leipzig. Die Fassade des Gasometers in der Roscherstraße hat ihren Charme zurück. Nach monatelanger Sanierung sind die Arbeiten im Außenbereich des Industriedenkmals im Zentrum-Nord nun abgeschlossen. Die Stadtwerke Leipzig planen weitere Restaurierungen an der Kuppel und im Inneren. Für die Nutzung des Baus werden allerdings noch Investoren gesucht.

Sein Unternehmen, das auch die zwei stillgelegten Gasometer in der Richard-Lehmannstraße sanieren ließ, will den Bau in der Roscherstraße weiter vorantreiben. Der Innenbereich soll saniert und die Stahlkonstruktion der 13 Meter hohen Kuppel abgesichert werden. Der Geschäftsführer könnte sich auch vorstellen, das Gasometer abends mit Lichtern anstrahlen zu lassen.

Während die ehemaligen Gasbehälter im Leipziger Süden schon rege genutzt werden, unter anderem von Yadegar Asisi für seine berühmten Panoramen, ist die künftige Verwendung des Gasometers Nord noch ungewiss. „Vom Kino bis zu Büros – wir sind für jegliche Ideen offen“, sagte Otto. Ein Investor sei allerdings noch nicht gefunden.

Die drei Gasometer in Leipzig weisen eine 170-jährige Geschichte auf. Sie dienten früher zum Speichern des im Werk erzeugten Gases. 1977 beendete die Stadt die Gaserzeugung und die Gebäude verloren ihre Funktion. Das Innenleben wurde verschrottet. Geblieben sind bauliche Hüllen, bis heute aufsehenerregende industrielle Baudenkmale.

Anne Grimm

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