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Lokales Gaumenfreuden, Striptease, Akrobatik: Felsenkeller zeigt seine erste Dinnershow
Leipzig Lokales Gaumenfreuden, Striptease, Akrobatik: Felsenkeller zeigt seine erste Dinnershow
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23:19 10.09.2015
Süße Verlockung: Burlesque-Tänzerinnen präsentieren das Dessert, zubereitet von Frank-Marcus Krause, Vize-Küchenchef des Marriott-Hotels.  Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

 Erstmals reiht sich im Dezember der historische Plagwitzer Felsenkeller in den Reigen der Leipziger Dinnershows ein. Das Programm wird derzeit unter dem Titel „Enthüllungen – Die frivole Historie des Felsenkellers“ entwickelt. Es soll ein Streifzug durch die 125-jährige Geschichte des Hauses werden, mit Striptease, Luftakrobatik, Kontorsion und Livemusik. Gaumenfreuden serviert dazu das Marriott-Hotel in Gestalt eines Drei-Gänge-Menüs. Geplant sind neun Vorstellungen für jeweils bis zu 500 Gäste. Der Kartenvorverkauf läuft bereits, die Tickets kosten 99 beziehungsweise 89 Euro.

Süße Versuchung: Burlesque-Tänzerinnen präsentieren das Dessert. Quelle: André Kempner

Die Show dreht sich um die Frage: Wie wild war das letzte Jahrhundert in Leipzig wirklich? Die Lady Felsenkeller weiß es, denn sie hat alles miterlebt. Doch die 125 Jahre alte Grande Dame genießt und schweigt. Nichts gäbe sie von ihrer Vergangenheit preis, wäre da nicht ein wissbegieriger Leipzig-Tourist mit detektivischem Spürsinn, der sich auf den Weg macht, die Geheimnisse der Lady zu enthüllen. Diese Rolle übernimmt Ferkel Johnson, Moderator, Comedian und „Boylesque“, also männlicher Stripteasekünstler. Auf seiner Aufklärungstour begegnen ihm die Lipsi Lillies, Leipzigs erste Burlesque-Truppe, Akrobatin Katrina, Kurvenstar Mitzi von Sacher sowie Sängerin Laura Hempel mit der Felsenkeller Jubilee Band. „Es wird eine leichtfüßige, aber manchmal auch nachdenkliche Reise durch die Jahrzehnte“, kündigt Anja Busse von den Lipsi Lillies an. Rosa Luxemburgs Rede zur Lage der Weltpolitik 1913 im Felsenkeller wird genauso vorkommen wie die Zeit des Nationalsozialismus, der Einzug der Amerikaner in Plagwitz oder die legendären Messemodenschauen und Partys der sechziger, siebziger und achtziger Jahre. Auch der Lipsischritt spielt eine Rolle.

Simone de Boudoir (links) und Mitzi von Sacher. Quelle: André Kempner

Die Show dauert etwa drei Stunden, gespielt wird auf zwei Bühnen und auf einem Steg quer durch das Publikum. Mit seinem Drei-Gänge-Menü will sich das Marriott-Hotel am Brühl als Caterer beim Publikum vorstellen. Auf die weihnachtstypische Ente oder Gans wird allerdings verzichtet, statt dessen kommt ein „Dekolleté von der Poularde“ als Hauptgang auf den Tisch. Ein 15-köpfiges Team des Hotels wird vor Ort sein, um die Gäste zu verköstigen. Teile des Menüs werden in der Hotelküche vorbereitet und heiß nach Plagwitz transportiert, einiges wird direkt vor Ort zubereitet.

Im Sommer 2014 hatte die Felsenkeller-Betriebsgesellschaft die Bewirtschaftung des Gesellschaftshauses übernommen. Nach zweijährigem Stillstand ging im November 2014 das Veranstaltungsleben wieder los. „Der Felsenkeller spielt Geld ein und es kann weiter investiert werden“, so Geschäftsführer Jörg Folta. Seit Sommer 2014 wurde die Brandschutzanlage erneuert, neue Veranstaltungstechnik eingebaut, der Biergarten hergerichtet. Als nächstes ist geplant, eine Bar oder einen kleineren Club an der Karl-Heine-Straße einzurichten. Bisher ist nur der Biergarten täglich geöffnet, sofern es das Wetter zulässt. Der Saal wird nur für Veranstaltungen geöffnet. Nächste Highlights sind Ende September das historische Spektakel „Zeitverschwändung“, im Oktober ein Kreativmarkt sowie eine Comedyshow mit Bürger Lars Dietrich oder im Dezember ein „Krippenspiel“ mit Olaf Schubert.

 Infos zur Show: www.felsenkeller-dinnershow.de

Von Kerstin Decker

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