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Lokales Geburten in Leipzig: St. Elisabeth überholt Uniklinik
Leipzig Lokales Geburten in Leipzig: St. Elisabeth überholt Uniklinik
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17:00 02.01.2017
Voller Betrieb: Die Leipziger Geburtenstationen verzeichnen weiterhin Zuwächse. Primus bleibt das St.-Elisabeth-Krankenhaus, das die Uniklinik bei der Zahl der Geburten überholt hat. Quelle: dpa
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Leipzig

Auf Leipzigs Geburtenstationen kommen immer mehr Babys zur Welt. Profiteur der Entwicklung ist allerdings nur noch das St. Elisabeth-Krankenhaus. Im Uni-Klinikum Leipzig (UKL), im St. Georg sowie in der Schkeuditzer Helios-Klinik sinken die Zahlen leicht.

Mit Blick auf die Zahl der Geburten ist das St. Elisabeth am UKL vorbeigezogen. Das katholische Krankenhaus im Süden der Stadt zählte vergangenes Jahr 2690 Geburten (+ 394). Im UKL waren es 2626 Geburten (- 31), im St. Georg 1611 (-41). In Schkeuditz gab es 711 Geburten (- 62).

Die meisten Babys kommen aber nach wie vor im UKL zur Welt. Doch auch hier holt das St. Elisabeth-Krankenhaus mit großen Schritten auf. Das UKL vermeldet 2734 Neugeborene (- 40), im St. Elisabeth kamen 2699 Babys zur Welt (+ 395), im St. Georg waren es 1653 (- 34). In der Schkeuditzer Helios Klinik gibt es keine Mehrlingsgeburten; daher ist die Zahl der Neugeborenen identisch mit der Zahl der Geburten.

Offenbar kann das ohnehin seit Jahren beliebte St. Elisabeth zusätzlich punkten, seitdem dort im Sommer 2015 eine Neugeborenen-Station eröffnet worden war. Die Hebammengeburt liege ebenso im Trend wie der Wunsch nach mehr Sicherheit, sagt Chefarzt Dr. Carsten Springer. „Genau diese Mischung bietet das St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig: eine natürliche, empathische Begleitung der Frauen vor, während und nach der Geburt – gepaart mit dem medizinischen Knowhow eines akademischen Lehrkrankenhauses.“ Um dem wachsenden Ansturm gerecht zu werden, stehen jetzt umfangreiche Um- und Ausbauten an, insbesondere für die Wochenstation. Durch den kürzlich eingeweihten Neubau entsteht zusätzlicher Raum für die Geburtsklinik, die modernisiert und erweitert werden soll. Unter anderem ziehen Geburtsklinik und Neonatologie auf eine Etage. Parallel wird das Personal aufgestockt.

Das UKL bleibt überregionales Kompetenzzentrum für Hochrisikoschwangerschaften und das Haus in Leipzig mit den meisten Mehrlingsgeburten; 102 Mal freuten sich Eltern über Zwillinge, drei Mal über Drillinge. Aus Sicht von Chefarzt Professor Holger Stepan ist die Abteilung fit für die Zukunft: Kurz vor Jahresende wurde ein fünfter Kreißsaal übergeben. Zudem gibt es einen weiteren Untersuchungsraum sowie ein Vorwehenzimmer mit zwei Betten. Noch diesen Monat soll ein so genannter Bondingraum in Betrieb gehen: Bisher lagen Frauen nach einem Kaiserschnitt im Aufwachraum des OP-Bereichs – allerdings ohne ihr Kind. Nun können Mütter mit ihrem Neugeborenen im Bondingraum bleiben, bevor sie auf die Wochenstation kommen. Auch ein sogenanntes „Schmetterlingszimmer“, in dem Paare nach Fehl- oder Totgeburt Ruhe und Zeit zum Abschiednehmen finden, wurde neu geschaffen. Die räumlichen Erweiterungen seien durch die kontinuierlich gestiegenen Geburtenzahlen der letzten Jahre notwendig geworden. „Nun sind wir bestens für die Zukunft gerüstet, da wir von einem weiteren demografischen Wachstums Leipzigs ausgehen können“, erläutert Stepan. Gesamtkosten des Umbaus: 180 000 Euro.

Am St. Georg zeigt sich Oberärztin Dr. Simone Glasow zufrieden: „Wir liegen auf Vorjahresniveau. Mit mehr als 1600 Geburten schöpfen wir das Potenzial unserer beiden Kreissäle sehr gut aus.“ Auch am Georg wird umgebaut; im März zieht die Wochenbettstation in modernere Räume; die Zahl der Familienzimmer steigt von zwei auf sieben. „In den nächsten ein bis zwei Jahren planen wir einen weiteren Kreißsaal“, sagt St.-Georg-Sprecherin Manuela Powollik.

Eine leichte Abwärtsentwicklung auch in Schkeuditz. Trotzdem: „Junge Eltern wünschen sich eine familiäre Atmosphäre für die Geburt, was wir in unserer eher kleineren Geburtenstation besonders vermitteln können“, sagt Dr. Kerstin Winkler, Chefärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe. Die Kreißsäle seien im Feng-Shui-Stil renoviert worden, was das Wohlbefinden erhöhe. Das Fehlen einer eigenen Kinderabteilung macht das Haus nach eigenen Angaben durch eine enge Kooperation mit naheliegenden Kinderstationen rund um die Uhr wett.

Von Björn Meine

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