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Lokales Gedenken an ermordete Sinti und Roma in Leipzig
Leipzig Lokales Gedenken an ermordete Sinti und Roma in Leipzig
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13:04 29.07.2015
Gedenken an die ermordeten Sinti und Roma am Schwanenteich am 2. August 2014. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Am 2. August 1944 wurden im Konzentrationslager Auschwitz die letzten noch verbliebenen fasst 3000 Sinti und Roma vergast. Die Initiative „Leipzig korrektiv“ will am kommenden Sonntag in der Messestadt an deren Schicksal erinnern und gleichzeitig auch ihre aktuelle Situation in Europa thematisieren.

Zur öffentlichen Veranstaltung um 14 Uhr am Mahnmal unweit des Schwanenteichs wird auch eine Mitarbeiterin der Leipziger Zwangsarbeitsgedenkstätte erwartet, soll dort über das Schicksal der Minderheiten in den KZ-Außenlagern Leipzigs berichten. Viele Sinti und Roma wurden in den Rüstungsbetrieben der Messestadt bis zur körperlichen Erschöpfung ausgebeutet, starben in Gefangenschaft und wurden anschließend von den Nationalsozialisten verscharrt. Im Leipziger Hauptbahnhof sperrten die Nazis zudem Tausende Sinti und Roma in Züge, die von dort in Richtung des Vernichtungslagers Auschwitz fuhren.

Initiative gegen Abschiebung von Sinti und Roma zum Westbalkan

In Polen wird der 2. August als Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma begangen, auch das Europäische Parlament hat im Frühjahr eine entsprechende Resolution verabschiedet, die ein gemeinsames Erinnern ermöglichen soll. Die „Initiative korrektiv“ fordert nun, dass in Deutschland ebenfalls am 2. August ein solcher Gedenktag eingeführt wird.

Zudem engagieren sich die Initiatoren gegen die Abschiebung Tausender Sinti und Roma in Richtung des Westbalkans. „Mit der Erklärung von Bosnien, Mazedonien und Serbien zu so genannten ‚sicheren Herkunftsstaaten‘ zeigt die schwarz-rote Bundesregierung, dass sie nichts aus der Geschichte gelernt hat“, heißt es in einer Stellungnahme der Gruppe. Gerade Deutschland habe aufgrund der nationalsozialistischen Verbrechen an Sinti und Roma eine besondere Verantwortung, die sich auch in der Verbesserung der Lebenssituation dieser Volksgruppen in der Bundesrepublik zeigen müsse.

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