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Lokales Gedenken erinnert an Todesmarsch und Nazi-Massaker in Leipzig-Abtnaundorf
Leipzig Lokales Gedenken erinnert an Todesmarsch und Nazi-Massaker in Leipzig-Abtnaundorf
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15:15 02.05.2014
Teilnehmer des Gedenkmarsches 2013. (Archivfoto) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Auch in der Nähe von Leipzig kamen so Hunderte Menschen ums Leben. Allein 80 verloren bei einem Massaker im Stadtteil Abtnaundorf ihr Leben. Am 4. Mai erinnert der Bund der Antifaschisten bereits zum 15. Mal an diese Tragödie.  

Der traditionelle Gedenkmarsch führt am Sonntagvormittag ab 9.30 Uhr von der Parkallee über Lützner Straße und Saarländer Straße bis hin zur Alten Salzstraße. Nach Angaben des Leipziger Ordnungsamtes werden etwa 50 bis 80 Teilnehmer erwartet. Auto- und Straßenbahnfahrer müssen auf dieser Strecke bis etwa 10.30 Uhr mit Verkehrsbehinderungen rechen, hieß es.  

Seit 1943 bestand in Leipzig-Thekla bzw. -Abtnaundorf eine Außenstelle des Konzentrationslagers Buchenwald. Die mehr als 1000, meist männlichen Häftlinge mussten beim Flugzeugmaschinen-Werk „Erla“ in Heiterblick arbeiten. Als amerikanische Truppen der Messestadt immer näher kamen, ließ die SS am 13. April die Häftlinge in den Baracken einschließen. Die Holzgebäude wurden vernagelt und mit Brandbeschleuniger übergossen. Etwa 80 Menschen verbrannten bei lebendigem Leib. Weitere 500 Häftlinge wurden auf einem Todesmarsch in Richtung Wurzen getrieben. Viele starben auch hier im Gewehrfeuer oder unter den Strapazen.  

Als die Amerikaner Leipzig am 18. April befreiten, fanden sie die Toten in der KZ-Außenstelle. Es wurden Filmaufnahmen gemacht, die später auch in den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen gezeigt wurden.

Matthias Puppe

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