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Gedenkort für Leipziger Euthanasieopfer im Friedenspark übergeben

Gedenkort für Leipziger Euthanasieopfer im Friedenspark übergeben

In Leipzig erinnert seit Freitag ein Gedenkort an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie. Die Nazis ließen Menschen, die behindert oder psychisch krank waren, als lebensunwert ermorden.

Leipzig. In Leipzig gab es nach städtischen Angaben zwei Kliniken, in denen behinderte Kinder getötet wurden. Die Opfer kamen aus ganz Sachsen. Historisch belegt ist, dass allein in der Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen zwischen Oktober 1940 und Dezember 1943 rund 550 Morde geschahen.

Die Mehrzahl der Opfer wurde auf Leipziger kommunalen Friedhöfen beerdigt. Die größte Gruppe - etwa 100 - sind in der Nähe des Gedenkortes auf dem ehemaligen neuen Johannisfriedhof und heutigen Friedenspark beerdigt.

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Leipzig. In Leipzig erinnert seit Freitag ein Gedenkort an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie. Die Nazis ließen Menschen, die behindert oder psychisch krank waren, als lebensunwert ermorden. In Leipzig gab es nach städtischen Angaben zwei Kliniken, in denen behinderte Kinder getötet wurden. Den Gedenkort im Friedenspark schuf die Landschaftsarchitektin Antje Schuhmann.

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Die Eröffnung des Gedenkortes bilde den Abschluss eines längeren Recherchezeitraums, der die bis dahin unbekannten Opfer dem Vergessen entrissen, geschichtliche Hintergründe aufgedeckt und öffentlich gemacht habe, heißt es in einer Mitteilung der Stadt vom Freitag. Ein Buch und eine Ausstellung sind seit 2006 erschienen, außerdem hat die Stadt Leipzig eine Dokumentation zum Thema Kindereuthanasie veröffentlicht.

Den Gedenkort im Friedenspark (Eingang gegenüber Linnéstraße 3) schuf die Landschaftsarchitektin Antje Schuhmann. In einem kleinen Garten, geschützt unter Bäumen, sollen in unmittelbarer Nähe der authentischen Grabstelle die „Wiese Zittergras" und der „Weg Lebwohl" symbolhaft für die Angst der Kinder und die Ausweglosigkeit ihres Schicksals lebendig werden. Zwei streng geschnittenen Hecken formen einen rund 45 Meter langen und sechs Meter breiten Raum mit einem dichten Gräserfeld, durch das in Schlangenlinien ein Weg führt, dessen Ende nicht sichtbar ist.

Mit der Reduzierung auf wenige und prägnante Elemente solle der Eindruck der Gartenidylle vermieden werden, so die Stadt. Der Ort erhebe nicht den Anspruch auf vollständige Informationen, sondern biete Raum für das persönliche, stille Nachdenken.

ic/dpa

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