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Gefahr für Aufschwung in Georg-Schwarz-Straße - Umbau ist zu teuer

Gefahr für Aufschwung in Georg-Schwarz-Straße - Umbau ist zu teuer

Rückschlag für die Wiederbelebung der 2,5 Kilometer langen Georg-Schwarz-Straße. Gerade jetzt, da die Strategie der Stadt für die lange Zeit tote Magistrale erste Früchte trägt, ist plötzlich ihr zentrales Element bedroht.

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Die Haltestelle vor dem Diakonissenkrankenhaus birgt einige Gefahren, auch fehlt ein höhengleicher Zustieg zur Straßenbahn.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Es geht um den Umbau der Straßenbahnhaltestelle vor dem Diakonissenkrankenhaus.

Auch der ganze umliegende Bereich zwischen Rinckartstraße und An der Lehde sollte verkehrstechnisch und optisch eine deutliche Aufwertung erfahren. "Damit könnte der wichtigste Ort in der Georg-Schwarz-Straße auf einen Schlag nach oben katapultiert werden", meint Tim Tröger vom Magistralenmanagement. Seit fast drei Jahren verfolgten Stadt, Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) und private Partner dieses Ziel gemeinsam. Letzten Herbst legte die LVB-Tochter Verkehrsconsult Leipzig schließlich eine Planung vor, die viel Zustimmung fand. "Doch am Rande eines Bürgerforums erfuhren wir jetzt, dass die Planung nicht umgesetzt werden kann, weil das mit 1,8 Millionen Euro zu teuer wäre", sagt Hans-Christoph Runne, Geschäftsführer im Diakonissenkrankenhaus. "2012 hieß es noch, die Kosten liegen bei 1,35 Millionen Euro. Woher die Steigerung auf einmal kommt, das wissen wir nicht."

Ursprünglich sollten die Arbeiten in diesem Frühjahr starten, dann im Sommer 2013, dann im Sommer 2014, berichtet Runne. "Nun ist alles offen. Dafür haben wir kein Verständnis." Anfangs habe die Idee bestanden, nur die Haltestelle mit kleinem Aufwand so nachzurüsten, dass Senioren oder gehbehinderte Patienten dort gefahrlos ein- und aussteigen können. Das evangelische Klinikum und die Stadtbau AG, welche im benachbarten Brunnenviertel 61 Mehrfamilienhäuser saniert, wollten sich an den Kosten beteiligen. "Das Hauptproblem hätte damit schnell behoben und ein sichtbares Zeichen für den Aufschwung der Straße gesetzt werden können." Nach Beginn der Planungen durch die LVB sei diese Variante aber verworfen worden, so Runne: "Das Argument lautete, dass es nur dann Fördermittel gibt, wenn die öffentliche Hand allein baut. Da die ganze Magistrale ohnehin sanierungsbedürftig ist, solle man ihren zentralen Abschnitt gleich richtig ausbauen."

Im Zuge der Planung sei dann ein tolles Projekt entstanden. Das Krankenhaus wollte dafür sogar einen Teil seines Grundstücks hergeben, zugleich selbst den Eingangsbereich umgestalten. "Doch jetzt liegt alles auf Eis."

Auch die Stadtbau AG zeigt sich "sehr enttäuscht". Vorstand Patrik Fahrenkamp: "Das Konzept des Brunnenviertels wurde im Vertrauen auf die von Seiten der Stadt zugesicherte, behindertengerechte Haltestelle gestaltet. In Kürze sollen hier junge und alte Menschen, Familien mit Kleinstkindern ebenso wie Personen mit Handicaps leben, die auf einen barrierefreien Anschluss angewiesen sind."

Baubürgermeister Martin zur Nedden (SPD) räumt den Fehler ein. Die Pläne für den Bereich an der Haltestelle seien schön, aber 1,8 Millionen Euro für eine solche Einzelmaßnahme auf Jahre nicht vorhanden. "Weder bei den Förder- noch bei den Eigenmitteln. Damit vor Ort trotzdem schnellstens was passiert, habe ich die verantwortlichen Planer aufgefordert, in vier Wochen abgespeckte Varianten als Alternative vorzulegen." Jens Rometsch

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.05.2013

Rometsch, Jens

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