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Gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder – Präventionsprojekt zieht positive Bilanz

Fünf Jahre „Kein Täter werden“ in Leipzig Gegen sexuelle Gewalt gegen Kinder – Präventionsprojekt zieht positive Bilanz

Seit fünf Jahren läuft an der Medizinischen Fakultät der Uni Leipzig das Präventionsprojekt „Dunkelfeld“. Es soll Menschen mit pädophiler Neigung helfen, dieser nicht nachzugehen und sexuelle Gewalt gegen Kinder verhindern. Die erste Bilanz ist postiv.

Seit fünf Jahren können Menschen mit pädophiler Neigung in Leipzig Hilfe suchen. (Symbolfoto)

Quelle: dpa

Leipzig. Seit fünf Jahren können Menschen mit pädophiler Neigung in Leipzig Hilfe suchen. So lange gibt es das Präventionsprojekt „Dunkelfeld“ nun, teilte die Universität Leipzig mit. Das Ziel des Projekts, das zum bundesweiten Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ gehört, ist, sexueller Gewalt gegen Kinder und dem Konsum von Kinderpornografie vorzubeugen.

Seit dem Start haben sich mehr als 500 Betroffene, Angehörige und Institutionen bei dem Projekt gemeldet. Davon habe knapp ein Viertel der Direktbetroffenen eine diagnostische Beratung in Anspruch genommen, der Mehrheit wurde anschließend ein Therapieangebot unterbreitet.

„Die vorliegenden Zahlen machen deutlich, dass das Projekt die Zielgruppe erreicht und damit einen wichtigen Beitrag zur Prävention sexuellen Kindesmissbrauchs in Mitteldeutschland leistet“, so Peter Schönknecht, der Leiter des Teams. Er freut sich, dass die Betroffenen das Angebot annehmen.

In der Therapie werden verhaltenstherapeutische und sexualmedizinische Ansätze angewandt. Die Betroffenen müssen hinsichtlich ihrer pädophilen Neigung über ein Problembewusstsein verfügen und die therapeutische Hilfe selbst wollen und nicht etwa auf gerichtlichen Druck hin in Anspruch nehmen. „Vor der Therapie habe ich mir nicht vorstellen können, mit dieser sexuellen Präferenz ein normales und zufriedenes Leben führen zu können“, so ein Therapieteilnehmer. „Im Laufe der Therapie wurde mir klar, dass dies doch möglich ist. Mit dieser sexuellen Präferenz ist jedoch die große Verantwortung verbunden, niemandem Schaden zuzufügen. Diese Aufgabe begleitet mich ein Leben lang.“

Die Therapie in dem Projekt erfolgt kostenlos und ist durch die therapeutische Schweigepflicht geschützt.

pad

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