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Lokales Gekonnte Förderung und Eigeninitiative - Wie die Leipziger Georg-Schwarz-Straße aufblüht
Leipzig Lokales Gekonnte Förderung und Eigeninitiative - Wie die Leipziger Georg-Schwarz-Straße aufblüht
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22:26 16.12.2011
Juliane Eichentopf, künftige Betreiberin eines schmucken Kräuterlädchens in Leipzig-Leutzsch, erhält Gelder aus dem Verfügungsfonds. Quelle: Regina Katzer
Leipzig

Ein Werkzeug bei der Neugestaltung stellt der sogenannte Verfügungsfonds dar, mit dem kleine Investitionen gefördert werden. Wer Geld bekommt, entscheiden Anwohner und lokale Gewerbetreibende.

Um ihr Ladengeschäft „Auenland Kräuter" eröffnen zu können, musste Juliane Eichentopf neue Fenster einbauen sowie Strom- und Wasserleitungen verlegen lassen. Die Fassade wurde neu verputzt und der Dielenfußboden des nur 17 Quadratmeter großen Geschäfts wurde abgeschliffen. Viele der Arbeiten übernahm die künftige Kräuterfrau selbst, dennoch beliefen sich die Gesamtkosten am Ende auf 5800 Euro. Kein Pappenstiel für einen Existenzgründer.

Leipzig. Das Quartier um die Georg-Schwarz-Straße in Leipzig-Leutzsch soll an Attraktivität gewinnen. Mit einer sanierten Straße, restaurierten Fassaden und neuen Geschäften wie dem kleinen Kräuterladen von Juliane Eichentopf. Ein Werkzeug bei der Neugestaltung stellt der sogenannte Verfügungsfonds dar, mit dem kleine Investitionen gefördert werden. Wer Geld bekommt entscheiden Anwohner und lokale Gewerbetreibende.

Damit die Georg-Schwarz-Straße auch an ihrem hinteren Ende einen Glanzpunkt erhält, wurde „Auenland Kräuter" durch das Amt für Stadtentwicklung mit Mitteln des Verfügungsfonds unterstützt. Aus diesem Topf werden kleinere Investitionen vor Ort gefördert. Voraussetzung ist, dass der Investor die Hälfte der Gesamtsumme durch Eigenmittel aufbringt. Die städtische Behörde vergibt die Gelder auf Empfehlung des Magistralenrats - eines lokalen Gremiums aus Anwohnern, Gewerbetreibenden und Vereinsvertretern. Bis 2015 stehen dem Verfügungsfonds 250.000 Euro zur Verfügung.

Am Freitag überreichte der Leiter des Stadtentwicklungsdezernats, Karsten Gerkens den Zuwendungsbescheid an Juliane Eichentopf, teilte die Stadtverwaltung mit. Im Januar 2012 soll das Kräuterlädchen in der Georg-Schwarz-Straße 170 eröffnen. Das Geschäft im Stil der Zeit um 1900 hält dann neben Kräutern, Gewürzen, Likören auch Tees und ausgelesene Kakaos für seine Kunden bereit.

Das Haus Georg-Schwarz-Straße 7 (Mitte), Sitz von kunZstoffe e.V.. Mit beschedenen Mitteln wurde hier viel erreicht. Quelle: Regina Katzer

Dass mit diesen vergleichsweise kleinen Beträgen große Hilfen möglich gemacht und Initiativen geweckt werden, sieht man am Haus Nummer 7 in der Georg-Schwarz-Straße. Hier hat der Verein kunZstoffe e.V. seit 2009 seinen Sitz. Insgesamt 14.000 Euro flossen in die Sanierung des Daches, der Fassade und in neue Türen und Fenster. "Aufgrund der 50-prozentigen Förderung im Rahmen des Verfügungsfonds haben wir uns entschlossen, noch einmal die gleiche Summe an Eigenmitteln draufzulegen", so Vereinsmitglied Roman Grabolle.

Johannes Angermann

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