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Lokales Geld für Kirchentag – Stadt Leipzig machte Druck
Leipzig Lokales Geld für Kirchentag – Stadt Leipzig machte Druck
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06:00 31.05.2017
Der Eröffnungsgottesdienst des „Kirchentages auf dem Weg“ in Leipzig. Das Protestantentreffen zog insgesamt deutlich weniger Gäste an als erwartet. Quelle: Christian Modla
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Leipzig

Die Stadt Leipzig als Fördermittelgeber wird den gerade zu Ende gegangenen „Kirchentag auf dem Weg“ kritisch analysieren. Das kündigte Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Die Linke) am Dienstag auf LVZ-Anfrage mit. Ihr Dezernat werde „eine detaillierte Auswertung der Veranstaltung inklusive der Verwendung der Leipziger Fördermittel“ vorbereiten. Diese solle dem Stadtrat nach der Sommerpause vorgelegt werden.

Wie berichtet, hatte die Kommune dem ausrichtenden Verein Reformationsjubiläum 2017 mit 950 000 Euro unter die Arme gegriffen. Leider, so Jennicke, sei der Kirchentag „bei den Besucherzahlen unter den Prognosen der Veranstalter zurückgeblieben“. Die Chefin des Kulturdezernates bestätigte exklusive LVZ-Informationen aus der Vorwoche, wonach es im Vorfeld des Protestantentreffens eine Krisensitzung gegeben habe, bei der die Organisatoren die beiden Fördermittelgeber – Kommune und Freistaat Sachsen (Zuschuss: 2,25 Millionen Euro) – über die offenbar prekäre Vorverkaufssituation informierten. Bei dieser Beratung Anfang April hätten Stadt und Land von der Geschäftsführung des Jubiläumsvereins „vor Auszahlung der abschließenden Rate einen Maßnahmen- und modifizierten Finanzierungsplan“ gefordert. Über diesen sei am 9. Mai im Kultusministerium in Dresden beraten worden. Die Veranstalter hätten dabei versichert, „die ausbleibenden Einnahmen durch geringere Kosten für Unterbringung (Schulmieten) und Öffentlichen Personennahverkehr (Zahlungsgrundlage ist die Anzahl der Dauerkarten) sowie durch die Straffung der Veranstaltungsinfrastruktur zu kompensieren“, erläuterte Jennicke. Um die Durchführung des hochwertigen Programms zu sichern, hätten sich der Freistaat Sachen und die Stadt Leipzig entschieden, die letzte Zahlung der Zuwendung vorzunehmen. Zugleich sei den Kirchentagsorganisatorren „sehr deutlich gemacht worden, dass eventuell entstehende Verluste in keinem Fall durch die öffentliche Hand ausgeglichen würden“, betonte die Bürgermeisterin.

Der „Kirchentag auf dem Weg“ hatte ursprünglich mit 40 000 bis 50 000 zahlenden Teilnehmern gerechnet. Tatsächlich wurden nur rund 7500 Dauer-, Tages- oder Einzelveranstaltungstickets abgesetzt.

Von Dominic Welters

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