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Lokales Geld für Leipziger Aufsichtsräte – Stadt regelt Vergütung neu
Leipzig Lokales Geld für Leipziger Aufsichtsräte – Stadt regelt Vergütung neu
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18:29 02.08.2016
Die Stadt regelt neu, wie viel Geld die Aufsichtsräte in kommunalen Unternehmen bekommen. (Symbolfoto) Quelle: dpa
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Leipzig

In Leipzig soll es klarere Regeln geben, was ein Aufsichtsrat in einem kommunalen Unternehmen verdient. Wie die Stadtverwaltung mitteilte, wurde eine neue Richtlinie erarbeitet, über die bereits kommende Woche entschieden werden soll. Diese sieht vor, dass die Gesellschaften nun nicht mehr selbst entscheiden dürfen, wie viel Geld ein Aufsichtsrat für die Teilnahme an einer Sitzung erhält. In der Vergangenheit sei es hier in Unternehmen gleicher Größe zu einem Ungleichgewicht gekommen.

Die Zahlen

In Zahlen bedeutet das in Zukunft: Die Vergütung ist abhängig von der Größe des Unternehmens. Es wird in drei Kategorien unterteilt: große, mittelgroße und kleine Betriebe. Als große Gesellschaft der Stadt gelten zum Beispiel die Leipziger Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft (LVV), die Wohnungsbaugesellschaft (LWB) oder der Zoo. Als klein gelten dagegen die Lecos GmbH oder die Saatzucht Plaußig.

In einer großen Gesellschaft erhält ein Aufsichtsrat je Sitzung, an der er teilnimmt, nun 250 Euro sowie eine jährliche Zahlung von 1000 Euro. In einem mittelgroßen Unternehmen der Stadt sind es 150 Euro pro Sitzung und in einem kleinen 100 Euro. Eine jährliche Zahlung erhalten die Aufsichtsräte hier nicht.

Wird eine Sitzung unterbrochen oder nimmt ein Aufsichtsrat nicht die gesamte Zeit daran teil, kann seine Vergütung gekürzt werden. Neu ist auch, dass weitere Zahlungen und Funktionszulagen für beispielsweise einen Vorsitz in Zukunft nicht mehr erlaubt sind.

Mehr Transparenz

Die Stadt will mit der neuen Richtlinie mehr Transparenz schaffen, wie viel die Aufsichtsräte in ihren Positionen bekommen. Ganz ohne extra-Gehalt gehe es nicht: Die Vergütung sei gerechtfertigt, so die Stadt, da die Aufsichtsräte durch ihr Amt einen hohen zeitlichen Aufwand hätten, der durch Vor- und Nachbereitung der Sitzungen sowie Aus- und Fortbildungen entstünde.

pad

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