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Lokales Gemeinde Sankt Martin in Grünau feiert ihr 25. Jubiläum
Leipzig Lokales Gemeinde Sankt Martin in Grünau feiert ihr 25. Jubiläum
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16:24 26.01.2010
Leipzig

Gemeinde - das ist mehr als ein Stichwort für Pfarrer Eberhard Thieme, der im Sommer vorigen Jahres das Amt vom inzwischen verstorbenen Hartmut Nikelski übernahm. Dreitägige Feiern seien zwar ungewöhnlich für ein Kirchweihfest - sonst ist ein Tag üblich - aber der 25. Geburtstag rechtfertige die Ausdehnung. Zumal ein solches Fest die Bindung der Gemeinde an die Kirche und untereinander vergrößere. "Jeder ist gefordert, etwas zu tun", sagt der 58-Jährige. 1175 offizielle Mitglieder habe die Gemeinde in Grünau, und zu den sonntäglichen Gottesdiensten kämen im Schnitt 200 Christen - prozentual mehr als in größeren Gemeinden, erzählt Thieme. Und "bestimmt 50" setzten sich voll für das Gemeindeleben ein.

Frank Haschke etwa seit 1987. Obwohl er seit 1999 nicht mehr in Grünau wohnt, sei Sankt Martin seine Heimat. Außerdem verbinden den 50-Jährigen seine Funktionen - er versieht Küsterdienste, ist im Elferrat und in der Kolpingfamilie aktiv - mit der Kirche. Gerhard Cieslak kann sich "Christsein ohne praktiziertes Gemeindeleben nicht vorstellen". Der 59-jährige Arzt hilft beim Orgelspielen und bereitet Feste wie das des Wochenendes mit vor.

Feiertage in der katholischen Kirche Sankt Martin - von Freitag bis Sonntag erinnerte die Gemeinde an den Bau der Kirche von 1982 bis 1985 und seine Vorgeschichte - denn ein Gemeindeleben gab es schon ohne das Gotteshaus. Gemeinde - das ist mehr als ein Stichwort für Pfarrer Eberhard Thieme, der im Sommer vorigen Jahres das Amt vom inzwischen verstorbenen Hartmut Nikelski übernahm.

Dabei war der Beginn der Gemeinde kein einfacher: Ab etwa 1977 entwickelten sich die Anfänge der heutigen Grünauer Gemeinde. Und bevor der Kirchenbau in Angriff genommen wurde, halfen sich die Christen selbst und trafen sich in den Räumen der katholischen Liebfrauen- und evangelischen Taborgemeinde, meist aber in überfüllten Wohnungen.

Heute ist Thieme "besonders dankbar, dass wir hier eine ganz aktive Jugend haben". Die jungen Leute würden von selber Initiative ergreifen, auch ohne Anleitung handeln. Besonders der Zusammenhalt zwischen jüngeren und älteren Jugendlichen sei sehr gut. Das sieht auch Haschke so. Seine Familie jedenfalls ziehe bei der Gemeindearbeit mit - die Tochter etwa schleppte für die Geburtstagsfeierlichkeiten Tische und Stühle. "Mit dieser Jugend können wir die nächsten 25 Jahre beruhigt angehen", meint der Pfarrer. 

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