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Lokales Gemeinsam für Kinder und Familien: Breite Unterstützung für Leipziger Initiative
Leipzig Lokales Gemeinsam für Kinder und Familien: Breite Unterstützung für Leipziger Initiative
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14:44 08.03.2011
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Leipzig

Sie birgt drei Seiten wohl klingender Absichtserklärungen für ein schönes Miteinander. Mit ihrer Unterschrift bürgen die Unterstützer dafür, dass nun auch Taten folgen.

"Nur wenn alle Parteien sich beteiligen, werden wir die Umsetzung schaffen", sagt Cornelia Pauschek, Referentin für Familienpolitik im Jugendamt. Die Erklärung geht auf einen Stadtratsbeschluss Ende 2010 zurück, bei dem ein Aktionsplan Handlungsmaxime für die nächsten fünf Jahre festlegt. Gewünscht werden beste Bedingungen in Sachen Bildung vom Kindergarten bis zur Hochschule, attraktive Freizeitmöglichkeiten, eine einfache Kommunikation mit den Behörden und Möglichkeiten, die Stadtpolitik aktiv mitzugestalten. Zu den Schwerpunkten gehören außerdem die Themen "Familienfreundliches Wohnen" und "Vereinbarkeit von Familie und Beruf".

Gerade auf diesem Feld, so Pauschek, werden Firmen auf vielfältige Weise aktiv: "Manche Unternehmen haben einen Beauftragten oder eine Arbeitsgruppe für dieses Thema. Bei anderen werden Kinder im Betriebskindergarten betreut, oder es gibt eine finanzielle Unterstützung für die Kinderbetreuung." Wer sich engagiert, darf künftig das Logo "Familienfreundliches Leipzig" nutzen. Das Gute-Laune-Signet ist von einer Lehrlingsklasse des Berufsbildungswerks entwickelt worden, so Pauschek.

Wie genau das Engagement der Freiwilligen aussieht, dafür lässt die Stadt den Unterstützern jeden Spielraum. Über Leipzig.de können Interessenten per Formular anmelden, mit welchen Aktivitäten sie Leipzig familienfreundlicher machen wollen. "Festgeschriebene Standards gibt es außer der Erklärung nicht", so Pauschek.

Die Familienreferentin unterscheidet zwischen den elf Punkten, zu denen sich die Stadt im Aktionsplan bekennt (Kurzfassung hier ansehen) und der freiwilligen Unterstützung aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Die Stadt kündigt beispielsweise an, mehr Kita-Plätze gemäß Bedarf zu schaffen, sich um die Sanierung von Schulen zu kümmern oder die Spielplatzplanung voranzutreiben. "Wie die Unterstützung durch die Unterzeichner aussieht, ist ganz verschieden", sagt sie. Ein Wohnungsanbieter habe andere Möglichkeiten und Vorstellungen als ein Autohaus.

Auch wenn es keinen Jahresplan gibt, über den man die Aktivitäten der Unterzeichner einsehen kann, am Ende des Jahres wird Bilanz gezogen. Die Stadt wird dann wieder ein Reihe Einladungen verschicken, eine ziemlich große "Familienfeier" einberufen: Und dann wird gesehen und gewürdigt, was aus den Ideen der Unterstützer geworden ist.

Die Liste der Erstunterzeichner

Evelyn ter Vehn

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