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Leipzig Lokales Gemeinsam, nicht einsam
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14:04 19.05.2015
Tobias Wolf, Heiko Pfauder, Sabine Kühne-Londa und Thorsten Wolf (von links) von der Funzel servieren ihren Gästen Kaffee und Gebäck. Quelle: André Kempner

Bereits zum zweiten Mal hatte sich die Leipziger Funzel gestern Nachmittag 130 sozial Bedürftige eingeladen, um ihnen ein solches Fest vorfristig zu bereiten.

"Unser Ziel ist es, Menschen, die Weihnachten ganz allein sind, einen wunderschönen Nachmittag zu bescheren", sagte Thorsten Wolf, der Kabarett-Chef. Zur Unterstützung hatte sich die Funzel-Mannschaft die Leipziger Volkssolidarität und verschiedene Sponsoren mit ins Boot geholt.

"Wir haben die Eintrittskarten an unsere Netzwerkpartner wie Arbeiterwohlfahrt, Caritas oder die Behindertenwerkstätten weitergegeben und die haben sie verteilt an Menschen, die ohne Angehörige sind oder zum Beispiel wegen Behinderungen nicht an anderen Feiern teilnehmen können", schilderte Olaf Wenzel, Vorsitzender der Volkssolidarität. "Im vergangenen Jahr mussten wir noch ausführlich erklären, worum es bei dieser Veranstaltung geht. Dieses Mal wurden uns die Karten aus der Hand gerissen", so Wenzel auf die Frage nach der Resonanz.

Die Stimmung im Keller der Strohsack-Passage war denn auch fröhlich. An hübsch gedeckten Tischen nahmen festlich gekleidete Menschen Platz. Das "Rockin' Accordions"-Orchester spielte weihnachtliche Weisen. Die Kabarettisten boten eine Stunde lang ein buntes Programm. Im Anschluss servierten sie - gemeinsam mit dem Gastro-Team - den Gästen leckeren Entenbraten. "Jeder, der heute hier tätig ist, tut das unentgeltlich", sagte Funzel-Mann Wolf.

Lilo Höllriegel ist erst vor zwei Monaten aus Düsseldorf an die Pleiße gezogen. "Von dort kenne ich so etwas nicht. Da feiern die Leute in ihren Heimen", berichtete die 74-Jährige, die jetzt in einem Haus der Volkssolidarität lebt. "Seit mein Mann gestorben ist, kommt bei mir Weihnachtsstimmung nicht mehr wirklich auf. Das hier aber gefällt mir", sagte sie.

Reinhard Huber ist seit einem Fahrradunfall behindert. "Ich genieße die Stimmung hier", strahlte der 66-Jährige übers ganze Gesicht. Er und die übrigen Eingeladenen konnten zu guter Letzt ein liebevoll verpacktes Geschenk mit nach Hause nehmen. Und die Erinnerung an einen wahrlich wunderschönen Nachmittag.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Kleinod, Katrin

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