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Lokales Georg-Schwarz-Brücken sind reif für die Sanierung
Leipzig Lokales Georg-Schwarz-Brücken sind reif für die Sanierung
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21:03 28.03.2016
Die Georg-Schwarz-Brücken im Leipziger Westen. (Archivbild) Quelle: André Kempner
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Leipzig

Das Interesse war riesig, die Begeisterung dann weniger groß: Beim Tagesordnungspunkt Information über die Sanierung der Georg-Schwarz-Brücken im Ortschaftsrat von Böhlitz-Ehrenberg ließ die Akustik im Saal des Soziokulturellen Zentrums „Große Eiche“ mehr als zu wünschen übrig, denn ein Mikrofon fehlte. Dennoch bemühte sich Klaus Barthel vom städtischen Verkehrs- und Tiefbauamt nach Kräften, die wichtigsten Fakten und Zahlen zum geplanten Bauvorhaben zu vermitteln.

Aufgrund des Alters und des baulichen Zustandes der Georg-Schwarz-Brücken – zwei aufeinanderfolgende Bauwerke mit Zwischendamm im Stadtteil Leutzsch – plant die Leipziger Stadtverwaltung deren Ersatzneubau. Nach den Worten des Brückenbau-Experten Barthel sollte ursprünglich schon im vergangenen Jahr mit der Erneuerung der beiden Überführungen begonnen werden. Doch habe es Probleme mit der Deutschen Bahn gegeben, die im Umfeld Bauarbeiten erledigen musste.

Nun können sich Anwohner und Verkehrsteilnehmer langfristig auf die Sperrung der Bauwerke einstellen, die die Georg-Schwarz-Straße und die Bahnlinie 7 über Gleise der Deutschen Bahn führen und über die derzeit pro Tag etwa 24 000 Fahrzeuge rollen. Die Bauarbeiten sollen erst im Jahr 2020 beginnen. Dabei wird Böhlitz-Ehrenberg nicht vom benachbarten Stadtteil Leutzsch und damit vom gesamten städtischen Areal abgekoppelt. Da aber die örtliche Verkehrsinfrastruktur wenig Möglichkeiten für Verkehrsumleitungen über das vorhandene Straßen- und Schienennetz der Straßenbahn bietet, wurde eine andere Lösung gefunden.

Vollsperrung schnell verworfen

In den vergangenen Jahren seien im Zuge der Vorplanung mehrere Varianten untersucht worden, erläuterte Barthel. Dabei sei eine Vollsperrung schnell verworfen worden. Auch der Gedanke, den Straßenbahnverkehr herauszunehmen und nur den Kfz-Verkehr über eine Behelfsbrücke rollen zu lassen, wurde ad acta gelegt. Im Gespräch seien auch die Varianten gewesen, den Bahnübergang Rathenaustraße wieder zu öffnen.

 Letztlich nutzten die Planer einen Bewertungsschlüssel, in dem unter anderem Baukosten, Verkehrsraumeinschränkungen, Belastungen für die Anwohner, Sperrpausen und Genehmigungsfähigkeit verglichen wurden. Die Wahl fiel letztlich auf eine Lösung, die Barthel wie folgt erläuterte: „Wir werden beidseitig der Gleise in Richtung Leutzscher Bahnhof einen Damm errichten, der durch eine Behelfsbrücke verbunden wird – analog zu den Bauarbeiten an der Antonienbrücke.“

Dort, im Leipziger Südwesten, ließ die Stadt 2014 ebenfalls einen Damm aufschütten und eine 30 Meter lange Behelfsbrücke bauen, auf der Straßenbahnen, Autos, Radfahrer und Fußgänger geführt wurden. Nach Bauende wurde sie wieder abgebrochen. Über diese Überführung werden für etwa drei Jahre – für diesen Zeitraum sind die Bauarbeiten konzipiert – die genannten Verkehrsteilnehmer ihren Weg nach und von Böhlitz-Ehrenberg nehmen.

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