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Lokales Gerangel um den Posten des Leipziger Kulturbürgermeisters
Leipzig Lokales Gerangel um den Posten des Leipziger Kulturbürgermeisters
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07:00 10.03.2016
Die Favoritin im Rennen: Skadi Jennicke gilt als selbstbewusst und engagiert. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die am 20. April im Stadtrat anstehende Wahl eines neuen Leipziger Kulturbürgermeisters wirft ihre Schatten voraus: Am Sonnabend wird die mit Stadträten aller Fraktionen besetzte Findungskommission eine Vorauswahl treffen. Als aussichtsreichste Bewerberin gilt die Stadträtin Skadi Jennicke (38) von der Linkspartei. Ihre Partei beansprucht erneut den Posten und schickt sie als einzige Kandidatin ins Rennen. Die Linken-Stadträtin ist kulturpolitische Sprecherin der Linksfraktion und hat Dramaturgie studiert. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Linken-Landtagsabgeordneten Cornelia Falken. Jennicke bringe auch gute Voraussetzungen mit, weil sie zwei Legislaturperioden im Kulturausschuss des Stadtrates gearbeitet habe und in der Szene gut vernetzt sei, heißt es in der Partei. Ihre Bewerbung sei fachlich herausragend.

In anderen Parteien sieht man dies anders. So hat der mitgliederstärkste Leipziger SPD-Ortsverein Mitte in seiner jüngsten Sitzung fast 45 Minuten lang über die Personalie Jennicke debattiert und anschließend die Stadtratsfraktion der SPD aufgefordert, die Besetzung des Postens des Kulturbürgermeisters nicht am Parteibuch festzumachen. „Bei der letzten Wahl des Kulturbürgermeisters wurde deutlich, dass zu viel politisches Taktieren und das Streicheln fraktioneller Befindlichkeiten am Ende auch zum Schaden der Stadt sein können.“ SPD-Fraktionschef Axel Dyck ist überrascht. „Ich glaube, die Findungskommission wird nur jemanden nominieren, der dort eine sehr gute Vorstellung abliefert.“ Es komme aber nicht nur auf die fachliche Qualifikation des Bewerbers an, sondern auch darauf, dass dieser zu Leipzig passe. Dyck: „Er muss eine Vision dafür haben, wie sich der Kulturbereich der Stadt entwickelt.“ Er könne sich eine Frau gut vorstellen.

Was steckt hinter der Kritik des SPD-Ortsvereins Mitte? Und was sagen die Stadtratsfraktionen zu der Personalie? Das und mehr zum Thema lesen Sie im LVZ-E-Paper sowie in der Print-Ausgabe vom 10.3.2016.

Von Andreas Tappert

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