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Lokales Geschichten aus LVZ-Serie gibt es jetzt auch als Buch
Leipzig Lokales Geschichten aus LVZ-Serie gibt es jetzt auch als Buch
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21:18 30.11.2015
Die Buch-Präsentation im LVZ-Verlagsgebäude am Peterssteinweg war bestens besucht.   Quelle: André Kempner
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Leipzig

 51 Geschichten voller Erinnerungen und witziger Alltagsgeschichten auf 156 Seiten. Das ist das Ergebnis von „So war das damals ... – Leser erzählen aus ihrer Jugendzeit“. Am Montag ist das neue Buch den Autoren und interessierten Lesern der Leipziger Volkszeitung (LVZ) vorgestellt worden. Björn Meine, Leiter der Lokalredaktion Leipzig, und Anne Sturm vom LVZ-Marketing begrüßten die Gäste zusammen mit Kabarettist Hanskarl Hoerning. Der las drei der unterhaltsamen Anekdoten vor.

Von Ostern 2014 bis Anfang dieses Jahres waren die Leser aufgerufen, ihre schönsten, einprägsamsten und lustigsten Kindheitserinnerungen aufzuschreiben und einzusenden. Viele davon wurden in der LVZ abgedruckt. Aus diesen Zusendungen ist nun ein Buch entstanden.

Für den Aufschlag bei den Leser-Storys sorgt Karl-Heinz Krämer. „Zu Fuß zum Schrebbser“ lautet der Titel seiner Geschichte. Gemeint ist das Schreberbad. Als Schuljunge verbrachte er seine Tage in der Innenstadt. Tobte mit seinen Freunden durch Gassen und Passagen. Lief zu Fuß zum Baden. Besonders in Erinnerung geblieben sind ihm die vielen Geschäfte. So kauften die Kinder für wenige Pfennige bei Schokoladen-Ruschig in Stenzlers Hof Schokoladen- und Waffelbruch oder ergatterten bei der Feinbäckerei Wilhelm Kämpfe in der Petersstraße Kuchenränder und Blechkuchen „für umsonst“.

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51 Geschichten voller Erinnerungen und witziger Alltagsgeschichten auf 156 Seiten. Das ist das Ergebnis von „So war das damals ... – Leser erzählen aus ihrer Jugendzeit“. Am Montag ist das neue Buch den Autoren und vielen interessierten Lesern der Leipziger Volkszeitung (LVZ) vorgestellt worden. (Fotos: André Kempner)

Monika Völkner erinnert sich in ihrer Erzählung „Nachkriegshochzeit“ an die Vermählung ihrer Schwester in den 1950er Jahren und die Fähigkeit ihres Schwagers, mit den Ohren zu wackeln. Das müsse man dort, wo das Brautpaar hinziehen will, unbedingt können, erklärte ein Freund der kleinen Monika. „Sie gehen nach Hamburg, das liegt irgendwo in Sibirien.“ Und wer dort nicht mit den Ohren wackeln kann, dem würden sie vor Kälte abfallen. Für Monika Völkner erklärt das auch, warum ihre Schwester und der zukünftige Schwager so oft allein sein wollten – um das Ohrenwackeln zu üben. In ihrer Episode vergisst Monika Völkner nicht zu erwähnen, wie schwer die Nachkriegszeit war – trotz allen Glücks der Schwester. Die Zuckermarken eines ganzen Monats wurden eingetauscht, um der Braut ein Hochzeitskleid nähen zu können.

In der Geschichte „Badebetrieb ohne Badewannen“ berichtet Michael Liebig über seine Kindheit in Neustadt-Neuschönefeld und seine Enttäuschung darüber, wie er als kleiner Junge herausfinden musste, dass sein Kindergarten keinen „Badebetrieb“, sondern einen „Patenbetrieb“ hatte, wo man leider nicht in einer Wanne voll heißem Wasser sitzen konnte. Also ging es weiter jedes Wochenende in das Badehaus in der Konradstraße.

Authentischer kann ein Buch nicht sein. Wer es von A bis Z liest, wird Leipzig am Ende wahrscheinlich noch ein kleines bisschen mehr mögen als jetzt schon.

Das Buch „So war das damals ...“ hat 156 Seiten, ISBN 978-3-000512-86-5. Es ist ab sofort erhältlich in den Geschäftsstellen der LVZ, im LVZ Media Store in den Höfen am Brühl, im LVZ-Onlineshop (www.lvz-shop.de) oder unter der gebührenfreien Hotline 0800/2181070. Es kostet 14,90 Euro.

Von Tatjana Kulpa

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