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Lokales Gewerkschaft ruft zum Streik in Leipziger Kitas und Schulhorten auf
Leipzig Lokales Gewerkschaft ruft zum Streik in Leipziger Kitas und Schulhorten auf
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16:30 20.03.2018
Archivfoto  Quelle: dpa
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Leipzig

Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft am Mittwoch zum Warnstreik in Leipzig auf. Im Fokus des Arbeitskampfes stehen Kindertagesstätten und Schulhorte in der Messestadt, heißt es. Die streikenden Betreuer und Erzieher sollen sich um 11 Uhr zur Kundgebung auf dem kleinen Wilhelm-Leuschner-Platz (Schillerstraße/Petersstraße) versammeln, so die GEW weiter. „Wir rechnen mit etwa 500 Teilnehmern“, sagte eine Sprecherin gegenüber LVZ.de.

Für Eltern in Leipzig bedeutet der ganztägige Warnstreik, dass ihre Kinder am Mittwoch unter Umständen nicht oder nur temporär in den Kitas und Horten betreut werden können. Inzwischen hat das Amt für Jugend, Familie und Bildung eine Liste der betroffenen Einrichtungen veröffentlicht.

Diese Kitas und Horte in Leipzig sind von Warnstreiks betroffen

Die Stadtverwaltung wird alles tun, damit die Kinder wie gewohnt betreut werden können. Es ist allerdings bislang unklar, wie viele Beschäftigte an welchen Kitas oder Horten dem Aufruf folgen werden“, hieß es am Dienstag auch aus dem Neuen Rathaus. Konkrete Angaben könnten im Zweifel erst am Mittwoch erfolgen, wenn die Streikenden nicht zur Arbeit erscheinen. „Hinzu kommt, dass der Warnstreik inmitten der Grippewelle beginnt – viele Erzieherinnen und Erzieher fehlen momentan ohnehin“, so Befürchtungen der Kommune. In Abstimmung zwischen Eltern und Einrichtungsleitung soll aber eine Betreuung der Kinder gewährleistet werden.

Zum Teil wurden am Dienstag bereits Eltern von Schulleitungen informiert, dass für ihre Kinder am Mittwoch keine Hortbetreuung zur Verfügung stehen wird und dass diese deshalb nach dem Unterricht abgeholt werden müssen.

Die Gewerkschaft GEW streitet seit Wochen um eine Entgelterhöhung der Betreuer und Erzieher um sechs Prozent – mindestens um 200 Euro. Bei Praktikanten und Auszubildenden sollen die Arbeitgeber 100 Euro pro Monat mehr zahlen. Zudem pocht die GEW auf Eingruppierung der angestellter Lehrkräfte in Tarifverträge des öffentlichen Dienstes.

Streikaufruf auch für Mitarbeiter der Stadtverwaltung

Neben der GEW plant nach Angaben der Kommune auch die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für Mittwoch einen Ausstand ihrer Mitglieder. „Der ver.di-Aufruf bezieht sich auf die gesamte Stadtverwaltung. Es kann also nicht ausgeschlossen werden, dass es auch in anderen Bereichen zu Einschränkungen des Dienstbetriebes kommen wird“, hieß es aus dem Neuen Rathaus.

Matthias Puppe

Weitere Infos: www.gew-sachsen.de (pdf-Download)

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