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Gewerkschaften beginnen Kita-Streik – Stadt Leipzig richtet Notbetreuung ein

Gewerkschaften beginnen Kita-Streik – Stadt Leipzig richtet Notbetreuung ein

Ab Freitag rufen die Gewerkschaften Verdi und GEW zu unbefristeten Streiks an kommunalen Kindertageseinrichtungen und Horten in Leipzig auf, die bis einschließlich Dienstag dauern sollen.

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Streikfrühstück der GEW im Clara-Zetkin-Park.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Acht Einrichtungen werden dabei komplett geschlossen und 20 Kitas eingeschränkt geöffnet sein. Um besonders hart betroffenen Eltern zu helfen, bietet die Stadt ein außerplanmäßiges, dreitägiges Betreuungsangebot an.

Die Verdi-Gewerkschaftsmitglieder wollen sich am Freitag zur ersten Kundgebung im Garten des Volkshauses in der Karl-Liebknecht-Straße treffen, teilte Philipp Motzke, Gewerkschaftssekretär des Verdi-Bezirks zu Leipzig, mit. Zu den Reden und der inhaltlichen Abstimmung werden bis zu 100 Mitglieder erwartet. Auch die GEW lädt die Erzieherinnen für Freitag sowie Montag ab 8.30 Uhr zu einem Streik-Frühstück in den Clara-Zetkin-Park ein. Alle sind aufgefordert, sich dort in eine Streikliste einzutragen – sonst gebe es kein Geld, heißt es. Im Laufe der nächsten Woche wollen die Bundespolitiker Daniela Kolbe (SPD) und Axel Troost (Linke) ihre Solidarität mit den Streikenden bekunden. Eine große Protestdemo ist für Dienstag, 14 Uhr, geplant. Die Route sei bislang aber noch unklar, so Motzke.

Die Stadt Leipzig hat für die Streiktage eine Notbetreuung eingerichtet. Diese können Eltern in Anspruch nehmen, die eine Notdienstverpflichtung des Arbeitgebers vorlegen. Zudem sind Arbeitnehmer berechtigt, die aufgrund ihrer Abwesenheit vom Arbeitsplatz andere Menschen in Lebensgefahr bringen, etwa medizinisches Personal. Die dritte Gruppe sind Eltern, die durch den Ausfall der Betreuung selbst in existenzielle Not geraten könnten, zum Beispiel alleinerziehende Selbstständige. Betroffene Eltern, die diese Kriterien nicht erfüllen, müssten sich anderweitig umsehen, so die Stadt in einer Mitteilung.

Zuvor waren Verhandlungen über ein gemeinsames Notbetreuungsangebot zwischen den Gewerkschaften und der Stadt Leipzig am vergangenen Mittwochabend ergebnislos zu Ende gegangen. Laut Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Ines Kuche habe die Stadt ein stärkeres Angebot an Notdiensten zur Verfügung stellen können, als es den Gewerkschaften möglich gewesen wäre.

Schon im Vorfeld habe sich die Stadt bei den kommunalen Einrichtungen informiert, inwiefern eingeschränkt gearbeitet werde oder die Türen komplett verschlossen wären, so Kuche. Da es ein unbefristeter Warnstreik sei habe die Stadt Leipzig davon ausgehen können, dass die Streikbeteiligung nicht zu 100 Prozent erfüllt werde.

Bei den insgesamt fünf Verhandlungsrunden konnten sich Gewerkschaften und Arbeitgeberseite bislang nicht auf einen neuen Tarifabschluss einigen. Laut Verdi-Gewerkschaftssekretär Philipp Motzke, sei das Streiken die einzige Möglichkeit für Erzieher und Erzieherinnen, dass ihr Beruf aufgewertet wird. „Fünf Jahre unbezahlte Ausbildung, mehrere Monate Weiter- und Fortbildung müssen sich auch in der Entlohnung bezahlt machen“, sagte Motzke.

Die Stadt listet im Internet die geschlossenen und geöffneten Kitas auf. Als weiteren Service steht den Eltern auch das Bürgertelefon unter der Rufnummer 0341-1230 von Montag bis Freitag von 7:30 bis 18:00 Uhr für Fragen zum Streik zur Verfügung.

Melanie Steitz

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