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Lokales Blitzeinschlag setzt Wohnhaus in Leipzig-Lößnig in Brand
Leipzig Lokales Blitzeinschlag setzt Wohnhaus in Leipzig-Lößnig in Brand
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23:44 09.08.2018
Unwetterschäden in Leipzig: In Lößnig schlug der Blitz in einem Haus ein, in Dölitz stürzte ein großer Ast auf geparkte Autos.  Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Regenschauer mit Blitz und Donner sorgten am Donnerstagabend in der Region Leipzig für die langersehnte Abkühlung. Mehrere Gewitterzellen zogen zwischen 19 und 21 Uhr über das Stadtgebiet hinweg. Schwere Schäden blieben nach ersten Erkenntnissen der Polizei aus. Die Feuerwehr musste jedoch zu etlichen Einsätzen ausrücken, wie eine Sprecherin der Leitstelle gegenüber LVZ.de sagte.

Durch einen Blitzeinschlag wurde kurz vor 20.30 Uhr in Leipzig-Lößnig der Dachstuhl eines Einfamilienhauses in Brand gesetzt. Aus dem Giebel des Gebäudes in der Herwigstraße schlugen Flammen. Das Haus musste evakuiert werden, verletzt wurde ersten Angaben der Polizei niemand. Die Feuerwehr rückte mit sieben Fahrzeugen aus, auch ein Rettungswagen war vorsorglich im Einsatz. Wie schwer der entstandene Schaden ist, war am Abend noch nicht bekannt.

Innerhalb kürzester Zeit haben sich am Donnerstagabend in Leipzig mehrere Gewitterzellen gebildet. Durch das Unwetter gab es im Stadtgebiet verschiedene Schäden, auch ein Blitz schlug ein. Fotos: Dirk Knofe

In der Bornaischen Straße in Dölitz-Dösen und in der Lützner Straße in Grünau wurden Autos durch herabstürzende Äste beschädigt. Am Südblick in Paunsdorf fiel ein Baum auf ein Hausdach, berichtete die Feuerwehrsprecherin. Bei einem weiteren vermuteten Blitzeinschlag in der Hofer Straße in Reudnitz konnte die Einsatzkräfte vor Ort Entwarnung geben.

Kurze, aber heftige Regenschauer

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Abend vor starken Gewittern mit schweren Sturmböen, Starkregen und auch kleinkörnigem Hagel gewarnt. Seit 21 Uhr habe sich die Wetterlage beruhigt, erklärte Gerold Weber vom DWD. Warnungen bestanden nur noch für den Bereich Ostsachsen und das sächsische Bergland. Kurze, aber heftige Regenschauer bescherten auch den Besuchern beim Spiel RB Leipzig gegen Universitatea Craiova in der Red-Bull-Arena eine Abkühlung. In Leipzig-Holzhausen trafen laut DWD drei Liter pro Quadratmeter Regen die Erde, in Markranstädt waren es fünf Liter Niederschlag.

Wie schon am Mittwoch fiel das Gewitter in einigen Teilen der Messestadt heftiger aus, während in anderen Ortsteilen kaum ein Tropfen vom Himmel fiel. „An welcher Stelle sich die Gewitterwolke bildet, ist sehr schwer vorherzusagen“, so DWD-Meteorologe Jens Oehmichen.

Zahlreiche Faktoren müssten exakt zusammenspielen: Die Luftfeuchtigkeit spielt dabei genauso eine Rolle wie der Temperaturunterschied zwischen warmen Luftmassen am Boden und kühlen in höheren Regionen der Atmosphäre. Eine einzelne Gewitterzelle halte sich rund 15 bis 20 Minuten, im Umfeld könnten sich dann weitere Zellen bilden. Diese Dynamik erschwere ebenfalls eine Vorhersage über den Raum, an dem sie das Gewitter entlädt. „Es gibt auch breite Gewitterlinien, bei der dann alle getroffen werden. Aber um so eine handelt es sich heute nicht“, so Oehmichen. Trotzdem sei die Wucht der Wetterfront nicht zu unterschätzen.

Beim Spiel zwischen RB Leipzig und Craiova gab es schon zum Ende der ersten Halbzeit eine kühle Dusche. Quelle: privat

Temperatursturz um zehn Grad

Der Starkregen bescherte der Stadt einen Temperaturrückgang von zehn Grad. In der Nacht fällt das Thermometer erstmals seit Tagen auf unter 20 Grad. Am Freitag kann Leipzig dann bei 25 Grad erstmal aufatmen. Auch am Samstag halten diese angenehmen Sommertemperaturen an. Am Sonntag wird es wieder wärmer, der DWD geht von 27 bis 28 Grad aus. Es bleibt freundlich, überwiegend trocken und etwas windiger als bisher. Gut für den erholsamen Schlaf: In der Nacht zu Sonntag können die Temperaturen bis auf 12 Grad fallen.

Gewitterzellen wie am Donnerstagabend kündigt der Wetterexperte für das Wochenende nicht an. Am Dienstag kann es allerdings zu ähnlichen Sommergewittern kommen.

Von nöß / dei / lyn

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